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Türkei: Hotelkosten gestrandeter Algerier sorgen für Debatten

14.6.2020 23:34 Uhr

Die Hoteliers in Istanbul in der Türkei haben jüngst von der algerischen Botschaft verlangt, die Kosten der Algerier, die wegen des Coronavirus und Covid-19 in der Metropole am Bosporus gestrandet sind und in Hotels untergebracht wurden, vollständig zu bezahlen. Ihre Flüge zurück nach Algerien waren im März durch die Pandemie ersatzlos gestrichen worden. Seither leben die Menschen in Hotels und das verursacht Kosten.

Fast 60 Algerier, darunter Touristen, Studenten und Facharbeiter, waren von den Flug-Absagen betroffen und die Botschaft half ihnen, sich in 17 Hotels in Istanbul einzuquartieren. Sie blieben tagelang in den Hotels, wodurch Kosten von insgesamt 3,1 Millionen türkischen Lira (rund 404.000 Euro) – rund 6800 Euro pro Person im Schnitt – angefallen waren. Die Botschaft Algeriens zahlte wohl bisher eine Million Lira des Gesamtbetrags, aber da die Hotels den verbleibenden Betrag nicht erhielten, wurden einige der Algerier aus den Hotels evakuiert.

Zahlungsverzug wohl nur eine bürokratische Hürde

Die Hotels schickten eine Warnung durch Notare an die Botschaft und forderten die Zahlung an. "Wir arbeiten daran, dieses Problem zu lösen. Die Botschaft wartet auf die Genehmigung der algerischen Behörden, um die Zahlung zu leisten. Hier geht es nur um Bürokratie", sagte der algerische Botschafter Mourad Adjabi.

"Vor der Pandemie lebte ich in einer Wohnung und wollte im März nach Algerien zurückkehren. Aber ich konnte nicht, als die Sperrungen durch das Coronavirus und Covid-19 zuschlugen. Ich bin aus finanziellen Gründen aus meiner Wohnung ausgezogen und habe mich vor einem Monat in einem Hotel niedergelassen. Ich zähle Tage, um in mein Land zurückzukehren “, sagte einer der Algerier.

(ce)

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