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Türkei holt 25.000 Bürger zu Ramadan nach Hause

17.4.2020 18:26 Uhr

Die türkische Regierung will zum Fastenmonat Ramadan trotz der Corona-Krise und des Stopps internationaler Flüge rund 25.000 Menschen heimholen.

Vizepräsident Fuat Oktay ließ am Freitag in einer Serie von Tweets verlauten, man habe gemeinsam mit den zuständigen Provinzgouverneuren "eine großangelegte Operation" gestartet. "Unser Ziel ist, zu gewährleisten, dass unsere Bürger so Gott will im gesegneten Ramadan mit ihren Lieben zusammenkommen", schrieb er. Es geht demnach um Menschen aus 59 Ländern. Der Ramadan beginnt dieses Jahr am 24. April.

Menschen aus London in Quarantäne

Wie die Rückholaktion sowie eventuellen Quarantänebestimmungen für die Reisenden ablaufen könnte, zeigt dieses Beispiel: Heute kamen 262 türkische Staatsbürger aus London am Flughafen in Ankara an. Von dort aus ging es mit Bussen in die zentralanatolische Provinz Çankırı. Dort müssen sie, in Studentenwohnheimen untergebracht, in eine 14-tägige Quarantäne.

Die Türkei hat offiziell rund 74.000 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gezählt sowie etwa 1650 Todesopfer. Der Staat hat zahlreiche Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 getroffen. Am Wochenende steht in Dutzenden großen Städten erneut eine 48-stündige Ausgangssperre bevor.

(bl/dpa)

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