Hürriyet

Türkei: Grundstücke in Mugla nach Pandemie im Preis vervierfacht

20.10.2020 14:31 Uhr

Die Coronavirus-Pandemie hat für allerlei Veränderungen gesorgt. Vor allem bei denen, die es sich leisten können, nicht mehr in den vollen Städten leben zu müssen und stattdessen die Ruhe und Abgeschiedenheit ländlicher Regionen genießen können. Das hat in der Ägäis-Provinz Mugla zu einem wahren Run auf Grundstücke und Felder geführt – und die Preise haben sich im Zuge dessen bis zu vervierfacht.

Mugla ist eine der "Gewinner-Provinzen" der Pandemie. Nicht nur gab es hier vergleichsmäßig wenige Fälle, durch die Pandemie hat sich auch die Bevölkerung hier mehr als verdoppelt. Wer kann, lässt sich hier nieder, und wer sich nicht auf der relativ teuren Bodrum-Halbinsel niederlassen möchte, findet zahlreiche schöne ländliche Gegenden. Das hat zu einem kuriosen Trend geführt: Anstatt sich Bauland zu kaufen und mit Häusern zu versehen, greifen Sparfüchse auf landwirtschaftliche Flächen zurück. Dort dürfen zwar keine regulären Häuser errichtet werden, aber Containerhäuser und die angesagten "Tiny Houses", die rechtlich nicht als Bebauung gelten.

Preise vervierfacht

Dieser Run auf Mugla hat allerdings auch dafür gesorgt, dass selbst die Preise für landwirtschaftliche Flächen um ein drei- bis vierfaches gestiegen sind. Der Dorfvorsteher der Algi Mahallesi, Abdulkadir Bulut, erklärte, dass ein Stück Land, welches im letzten Jahr für rund 25.000 türkische Lira (ca. 2700 Euro) heute für rund 100.000 Lira (10.800 Euro) verkauft werden würde.

Die Nachfrage sei groß und freie Flächen würden hier langsam knapp werden, so Bulut.

(be)

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