Hürriyet

Türkei: Griechenland sollte sich nicht auf andere verlassen

7.12.2020 14:41 Uhr

Griechenland könne Probleme mit der Türkei nur lösen, indem es einen Dialog führt und nicht, indem man sich auf andere verlasse, erklärte der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Hami Aksoy, am Sonntag.

"Griechenland kann seine bilateralen Probleme mit der Türkei nur lösen, indem es mit am Tisch sitzt, zusammenarbeitet und einen Dialog führt, ohne sich auf andere zu verlassen", sagte Hami Aksoy wörtlich.

11 Navtex-, 12 Notam-Hinweise

Aksoys Äußerungen kamen, nachdem griechische Medienberichte behaupteten, die Türkei habe vor dem bevorstehenden EU-Gipfeltreffen die militärischen Aktivitäten in der Ägäis und im Mittelmeer verstärkt.

"Nachrichten zu diesem Thema sind unrealistisch. Im Gegenteil, Griechenland setzt seine provokativen und spannungssteigernden militärischen Aktivitäten in der Region fort und kündigt an, mit den seit dem 20. Oktober 2020 herausgegebenen 11 NAVTEX [Maritime Navigationshinweise, Anm. d. Red.] und 12 NOTAM ["Notice to Airmen", Anm. d. Red.] 24 militärische Aktivitäten in der Ägäis und im östlichen Mittelmeerraum durchzuführen", erklärte Aksoy und bezog sich dabei auf See- und Luftfahrthinweise.

Derzeit keine NATO-Gespräche

Aksoy hielt weiterhin fest, dass Griechenland die Dialogkanäle zu militärischen Themen geschlossen halte, und damit auch verhindere, dass die Initiative des NATO-Generalsekretärs zur Konfliktlösung weiter voranschreite. Laut dem Außenministeriumssprecher habe Athen seit dem 9. Oktober nicht mehr an Treffen teilgenommen, die unter dem Dach der NATO abgehalten werden sollen.

Angesichts der jüngsten Spannungen in der Region haben Griechenland und die griechisch-zypriotische Regierung ihren Druck auf andere EU-Mitglieder erhöht, während des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs am kommenden Freitag Sanktionen gegen die Türkei zu verhängen.

(be)

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