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Türkei: Gesundheitsminister meldet steigende Zahl an Covid-19-Patienten in kritischem Zustand

30.8.2020 21:07 Uhr

Die Zahl der COVID-19- Patienten in kritischem Zustand steigt weiter an, warnte der türkische Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca seine Landsleute in der Türkei über seinen Account auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Erzielte Fortschritte scheinen gefährdet zu sein.

"Wir sollten uns nicht selbstgefällig verhalten, wenn es um die Einhaltung von Antivirenmaßnahmen geht", sagte Dr. Fahrettin Koca auf Twitter. Mansur Yavas, der Bürgermeister der Hauptstadt Ankara, stellte einige Fragen zur Genauigkeit der offiziellen Todeszählung. "Allein in Ankara sind 563 Menschen an dem Virus gestorben. Am vergangenen Dienstag kamen 17 Patienten in Ankara ums Leben, aber die offiziellen Zahlen deuten darauf hin, dass am selben Tag etwa 20 bis 22 Menschen in der ganzen Türkei starben", sagte Yavas auf einem Webinar, das von der Oppositionspartei IYI organisiert wurde, meldet Hürriyet Daily News.

Öffentliche Veranstaltungen weitgehend mit Teilnehmerzahlbeschränkungen

Er forderte die Behörden auf, Daten von den Bürgermeistern der größten Städte des Landes wie Adana, Istanbul, Izmir und Ankara zu sammeln. "Es hat keinen Sinn, die Anzahl der Todesfälle zu unterschätzen. Im Gegenteil, die Zahlen sollten aufgeblasen werden, damit die Menschen Hochzeiten aufgeben können. Ein bisschen Angst-Taktik, ein bisschen Druck können helfen, Maßnahmen umzusetzen", argumentierte Yavas von der CHP.

In diesem Zusammenhang gab das Istanbuler Gouverneursbüro am 29. August 2020 eine Erklärung ab, in der einige Versammlungen in der Stadt ab dem 31. August 2020 verboten wurden. Einige Veranstaltungen und Versammlungen, einschließlich Verlobungszeremonien und ähnlicher Aktivitäten, sind im Rahmen neuer Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus laut Aussage in keinem Innenbereich zulässig. In den Hochzeits- und Zeremonienräumen sollten die Sitzordnungen ein Drittel der Gesamtkapazität gemäß den Maßnahmen zur sozialen Distanzierung nicht überschreiten, heißt es in der Erklärung. Nach den neuen Bestimmungen werden bei diesen Veranstaltungen keine Speisen oder Getränke serviert, Bürger ab 65 Jahren sowie Kinder unter 15 Jahren, es sei denn, sie sind Verwandte ersten oder zweiten Grades der Braut oder des Bräutigams, dürfen an solchen Gelegenheiten nicht mehr teilnehmen.

(ce)

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