Hürriyet

Türkei: Geisterdorf zieht inmitten der Pandemie touristische Aufmerksamkeit auf sich

3.2.2021 12:22 Uhr

Kayaköy ist ein jahrhundertealtes Dorf in der südwestlichen türkischen Provinz Mugla. Mit seinen verlassenen Häusern, Kirchen sowie Kapellen ist es in der Türkei auch als „Geisterstadt“ bekannt. Obwohl zahlreiche Touristikzentren aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie Verluste verzeichnet haben, ist die Region von Kayaköy derzeit voll von Reservierungen aus dem Ausland. Insbesondere für die Wochenenden inmitten der anhaltenden Pandemie wird die Region gerne von Besuchern bevorzugt.

Das Dorf ist zu einer großen Touristenattraktion geworden und empfängt eine große Anzahl ausländischer Touristen inmitten der anhaltenden Pandemie, die sie auf eine historische Reise mitnehmen.

Von blühender Stadt zum Geisterdorf

Kayaköy liegt im Kaya-Tal der Halbinsel Fethiye, 120 Meter über dem Meeresspiegel. Für viele ist Kayaköy ein wunderschöner, dennoch eindringlicher Ort, der eine sensible Ära der türkischen Geschichte beleuchtet.

Im 19. Jahrhundert war Kayaköy eine blühende Stadt, in der türkische Muslime und griechisch-orthodoxe Christen in Harmonie zusammengelebten hätten. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg, dem Ende des Osmanischen Reiches und dem griechisch-türkischen Krieg seien dort allerdings alle griechischen Christen deportiert worden, während alle muslimischen Türken in einem massiven gegenseitigen Bevölkerungsaustausch, der 1923 stattfand, aus Griechenland vertrieben wurden.

Derzeit ist Kayaköy es ein verlassenes Dorf mit Hunderten von Häusern und Kirchen im griechischen Stil, die einen kleinen Berghang bedecken und größtenteils in ihrer Pracht erhalten geblieben sind.

(gi)

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