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Türkei gedenkt Jahrestag vom Tod von Alan Kurdi

3.9.2020 22:03 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei gedenkt des fünften Jahrestages des Todes des dreijährigen Flüchtlingsjungen Alan Kurdi, der an einen Strand bei Bodrum in der Türkei gespült wurde. Der Fall machte weltweit Schlagzeilen und aus Kurdi ein Symbol für die Flüchtlingskrise.

Das Kleinkind war an Bord eines Bootes mit 14 Flüchtlingen, von denen fünf starben, als es sank. Am Strand von Fener Burnu, wo die Leiche des Kindes gefunden wurde, steht nun ein Denkmal. Bei dem Gedenken sagte die Musikerin Karsu Dönmez, dass es für Eltern das Schlimmste ist, ein Kind zu verlieren.

Kinder sollen glücklich sein

"Niemand verlässt ohne Not seine Heimat", sagte sie. "Sie flohen für ein besseres Leben. Sie flohen für ihre Kinder, nicht für sich. Als ich das Foto sah, war ich zwei oder drei Tage lang fassungslos", hielt Dönmez fest.

Dönmez lebt zurzeit in Amsterdam und ist in der Flüchtlingshilfe aktiv. "Dort habe ich einen Jungen gesehen, der aussah wie Alan. Ich sagte ihm, du hast sehr viel Glück. Leider hatte Alan nicht so viel Glück. Dabei sollen doch Kinder glücklich sein."

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