Hürriyet

Türkei: Gedenken an ermordeten Journalisten Ugur Mumcu

25.1.2021 14:01 Uhr

Vor 28 Jahren wurde der bekannte türkische Journalist Ugur Mumcu bei einem Bombenanschlag in Ankara ermordet. Bei einer Gedenkveranstaltung, an der wegen der Corona-Pandemie nur die engsten Familienmitglieder teilnahmen, wurde an den damals 50-Jährigen erinnert. Während der Zeremonie entzündeten die Teilnehmer eine "Kerze gegen die Dunkelheit" für alle getöteten Journalisten.

Der am 22. August 1942 in Kirsehir geborene Ugur Mumcu begann während seines Jurastudiums Anfang der 1960er Jahren mit dem Schreiben und gewann 1962 seinen ersten Journalistenpreis. Später wurde er während seines Wehrdienstes wegen eines Artikels, in dem er die türkische Armee beleidigt haben soll, zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die Strafe wurde dann aber wieder aufgehoben.

Schonungslose und kritische Berichte waren gefürchtet

Ab 1975 war Mumcu für die Zeitung "Cumhuriyet" tätig. Seine Schwerpunkte waren innenpolitische Themen, vor allem Korruption, Waffenschmuggel und der Islam. Neben seinen Artikeln verfasste er auch viele Bücher. Die Wahrheit bei den Recherchen herauszufinden, stand für Mumcu immer an erster Stele. Die meist schonungslosen und kritischen Berichte waren bei seinen "Gegnern" gefürchtet. "Sie können kein Thema leugnen, das ich nicht recherchiert habe. Also, schlagt mich, nehmt mich auseinander", soll Mumcu einmal gesagt haben. Am 24. Januar 1993 starb der Journalist bei einem Attentat, eine Bombe war in seinem Auto explodiert. Bis heute konnten die Täter nicht gefasst werden.

(mb)

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