Hürriyet

Türkei: Galatasaray drücken rund 200 Millionen Euro Schulden

27.9.2020 15:12 Uhr

Kaan Kancal, Vizepräsident von Galatasaray Istanbul, hat den aktuellen Schuldenstand des Rekordmeisters aus der Türkei bekannt gegeben. Demnach soll eine Last von 1,8 Milliarden Lira, umgerechnet rund 200 Millionen Euro, auf dem Traditionsverein vom Bosporus liegen. Das Coronavirus hat demnach die prekäre Finanzsituation nochmals verschärft.

Durch den Vorstand von Galatasaray Istanbul wurde bekannt gegeben, dass die konsolidierte Nettoverschuldung des Vereins zum 30. Juni 2020 bei 1,8 Milliarden Lira gelegen habe. Kaan Kancal, Vizepräsident des Klubs, sagte, dass der türkische Rekordmeister aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus (Covid-19) ernsthafte Einkommensverluste erlitten hätte. Kancal gab auf der ordentlichen Ratssitzung eine Erklärung ab, die aufgrund der Regularien zur Viruseindämmung per Videokonferenz abgehalten wurde. Kancal erklärte, dass die Corona-Epidemie den Verein in vielerlei Hinsicht negativ beeinflusst habe: "Die Niederlagen, die wir in den Spielen nach der Pandemie in der vergangenen Saison erlebt haben, und die unglücklichen Ergebnisse haben dazu geführt, dass wir die Liga auf dem sechsten Platz abgeschlossen haben und uns von der Meisterschaft verabschieden mussten. Wir sind aufgrund der Pandemie ernsthaften Einkommensverlusten ausgesetzt. Der Einkommensverlust unseres Klubs beträgt ungefähr 300 Millionen TL (rund 33,6 Millionen Euro)."

Kancal: "Müssen an unsere Grundwerte denken"

Kancal betonte, dass sie ihr Bestes geben, um die derzeitige Situation als Verwaltungsrat zu überwinden und sagte: "Um unsere Belastung zu verringern, haben wir unsere Athleten und technischen Mitarbeiter gebeten, ihre Gehälter zu senken. Abgesehen von den Schäden, die sich aufgrund der Pandemie in unseren Bilanzen niederschlagen werden, haben wir vor allem ernsthafte Schwierigkeiten mit unserem Cashflow. Durch die Schließung unserer Fremdwährungskredite haben wir die Verluste aus dem Anstieg der Wechselkurse vermieden. Unser Cashflow-Saldo wurde jedoch aufgrund der Einkommensverluste, die wir erlitten haben, erneut gestört. Angesichts des Rückgangs unserer Einnahmen, den wir in der nächsten Saison erleben werden, haben wir alle unsere Klubbudgets überprüft und die erforderlichen Maßnahmen als Management ergriffen. Wir möchten unsere Gemeinde noch einmal daran erinnern, dass wir bei unseren Betriebskosten eine ernsthafte Budgetbeschränkung durchlaufen müssen, um die schwierige Zeit aufgrund der Pandemie zu überwinden."

Kancal erläuterte, dass aufgrund der Pandemie eine ernsthafte Unsicherheit über die Zukunft besteht: "Glauben Sie mir, das Saldo-Problem beunruhigt mich weniger als das Risiko, unsere Einheit in der Gemeinschaft zu zerstören. Die Galatasaray-Gemeinschaft muss ihre Integrität in schwierigen Tagen bewahren und ihren Scharfsinn gegen Schwierigkeiten bewahren. Wir können nicht egoistisch sein. Wir müssen uns noch einmal an die Bedeutung unserer Grundwerte erinnern."

(ce)

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