Hürriyet

Türkei: Forschungsarbeiten in antiker Unterwasser-Basilika im Iznik-See gehen weiter

28.12.2020 22:18 Uhr

Die antike Basilika im Iznik-See in der nordwestlichen Provinz Bursa gilt als eine der weltweit wichtigsten archäologischen Entdeckungen des Jahres 2014. Nun hat sich Professor Mustafa Sahin, wissenschaftlicher Berater des Ausgrabungsprojekts von der Uludag Universität in Bursa, zu den seit sechs Jahren andauernden Forschungsarbeiten geäußert und erklärt, dass die Ausgrabungen weitergehen.

Die Archäologen seien sicher, dass die Basilika im vierten Jahrhundert gebaut wurde und den bedeutendsten Teil des gesamten Gebäudekomplexes darstellt, den die Wissenschaftler in 1,5 bis zwei Meter Tiefe bislang freigelegt hätten, betonte Sahin. "Die Basilika ist nun in ihrer Architektur und mit ihren Ruinen gut sichtbar. Wir sehen jedoch, dass es darunter noch weitere Strukturen gibt", so Sahin.

Wissenschaftler wollen religiösen Zusammenhang herausfinden

Derzeit wollen die Wissenschaftler bei den Forschungsarbeiten vor alle herausfinden, in welchem religiösen Zusammenhang die Basilika steht und haben neue Erkenntnisse gewonnen. "Die Kirche, die im vierten Jahrhundert im Namen des Heiligen Neophytos, der im Alter von 15 Jahren getötet wurde, gebaut wurde, muss das Gebäude sein, das wir ausgegraben haben." In dem Zusammenhang stellte Sahin fest, dass Iznik einst ein prominentes Zentrum für Christen war und noch heute ist.

Bei den Forschungsarbeiten im Iznik-See geht es aber nicht nur um Wissenschaft. Sahin will bei dem Projekt auch zukünftige Diplomanden und Doktoranden an die praktische Archäologie heranführen. "Ich möchte Experten ausbilden, die in Zukunft in unseren Binnengewässern forschen und unsere Arbeiten fortführen können."

(mb)

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