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Türkei fordert EU auf gemeinsam gegen den Terror zu kämpfen

26.6.2020 8:47 Uhr, von Andreas Neubrand

Ankara hat die EU aufgefordert, zu verhindern, dass die PKK und die DHKP-C europäischen Boden als logistische Grundlage für Propaganda- und Spendenaktionen nutzen können.

Damit reagiert Ankara auf Daten von Europol, die die beiden Gruppen wieder auf die Tagesordnung gesetzt haben. Der Sprecher des Außenministeriums Hami Aksoy zitierte aus dem EU-Bericht, der am 23. Juni veröffentlicht wurde. Der Bericht unterstreicht, dass die beiden Gruppierungen weiterhin Europa als logistische Basis benutzen.

Türkei will mit EU gegen Terror vorgehen

"Bei dieser Gelegenheit fordern wie die EU auf, entschieden gegen die Terrororganisationen vorzugehen und mit uns zusammenzuarbeiten", sagte Aksoy.

Sowohl die PKK als auch die DHKP-C werden von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation geführt.

Waffenschmuggel durch die EU

"Mitglieder und Sympathisanten der PKK waren weiterhin an legalen und illegalen Aktivitäten beteiligt. So sammelten sie Spenden, um die Organisationen finanziell zu unterstützen", heißt es in dem Bericht.

Bis heute hat die PKK keinen Terroranschlag auf EU-Boden durchgeführt. Allerdings ist die Gruppe weiterhin aktiv. Auch bei der DHKP-C ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass sie Terroranschläge innerhalb der EU verüben werde. Doch die Gruppe nutzt Länder der EU als Rückzugsmöglichkeit und als Dreh- und Angelpunkt für illegale Geschäfte, wie das Schmuggeln von Waffen.

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