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Türkei: Fitch aktualisiert Wachtumsprognose 2020 auf minus 3,2 Prozent

10.9.2020 7:52 Uhr

Die internationale Ratingagentur Fitch hat die die Prognose zum türkischen Wirtschaftswachstum für das Jahr 2020 von minus 3,9 Prozent auf minus 3,2 Prozent aktualisiert. Auch die weltweite Prognose wurde von minus 4,6 Prozent auf minus 4,4 Prozent angepasst.

Die Zahlen für die Türkei wurden von minus 3,9 Prozent für das Jahr 2020 beim Wachstum der türkischen Wirtschaft auf minus 3,2 Prozent aktualisiert. Das basiert darauf, dass in diesem Jahr eine Zunahme im dritten Quartal in Bezug auf Inlandsnachfrage und Exporte verzeichnet würde. Der Bericht hat sich auch im Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes von Juni und August in der Türkei wiedergefunden, obwohl im August ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Trotzdem lag der Wert weiterhin über 50.

Für die Jahre 2021 und 2022 wird prognostiziert, dass die Türkei ein Wirtschaftswachstum von fünf Prozent im Jahr 2021 fährt und im Jahr 2022 wird eine Wachstumsrate von 4,6 Prozent erwartet. In dem Bericht wurde für die Türkei eine Inflationserwartung von 10,8 Prozent bis Ende dieses Jahres, elf Prozent bis Ende 2021 11,1 Prozent bis Ende 2022 ausgewiesen.

Internationale Wachstumsprognosen 2020 auch leicht nach oben korrigiert

Im Global Economic Outlook der Ratingagentur, in dem die globale Wachstumsprognose für dieses Jahr von minus 4,6 Prozent auf minus 4,4 Prozent revidiert wurde, wird die Wirtschaftstätigkeit, die vom Ausbruch des Coronavirus in bisher beispielloser Weise getroffen war, mehr als erwartet einbringen. In der Prognose wurde festgestellt, dass sich die Wirtschaft gut erholt hat. Im Fitch Bericht zu 2021 wurde die Prognose ausgegeben, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2021 voraussichtlich um 5,2 Prozent und im Jahr 2022 um 3,6 Prozent wachsen wird.

In dem Bericht wurde ferner festgehalten, dass die Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft von minus 5,6 Prozent auf minus 4,6 Prozent für 2020 und die Wachstumsprognose für die chinesische Wirtschaft von 1,2 Prozent auf 2,7 Prozent aktualisiert wurde. Andererseits steht ebenso im Bericht, dass die Wachstumsprognosen für die Eurozone, die Schwellenländer ohne China und Großbritannien für dieses Jahr nach unten korrigiert wurden.

Europa soll ein "Arbeitslosenschock" erwarten

Dem Bericht zufolge wurde die Wachstumsprognose des Euroraums für 2020 von minus 8 Prozent auf minus 9 Prozent und die Wachstumsprognose für Schwellenländer ohne China von minus 4,7 Prozent auf minus 5,7 Prozent angepasst. Indiens Wachstumsprognose für dieses Jahr wurde um fünf Punkte auf minus 10,5 Prozent gesenkt.

Brian Coulton, Chefökonom von Fitch Ratings, kommentierte die Wachstumsprognosen wie folgt: "China hat bereits vor der Epidemie das Wachstumsniveau erreicht. Die Einzelhandelsumsätze in den USA, Frankreich und Großbritannien haben ihr Februar-Niveau überschritten. Wir sind jedoch skeptisch, dass dies ein V-förmiger Verlauf sein wird, der oft erwähnt wird. Europa hat Arbeitslosenschocks vor sich. Unternehmen reduzieren Kapitalinvestitionen und soziale Distanz schränkt die Ausgaben des Privatsektors ein."

(ce)

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