Türkei findet EU-Statement zum Anschlag in Afrin ungenügend

1.5.2020 7:54 Uhr

Die Türkei zeigt sich unzufrieden mit der Erklärung des Europäischen Auswärtigen Dienstes vom 29. April zum jüngsten Terroranschlag in Afrin im Nordwesten Syriens. Für Ankara hat die EU im Kampf gegen Terrorismus noch immer nicht die richtige Haltung gefunden.

"Trotz aller Warnung sind alle, die die YPG/PKK unterstützen oder ihren bewaffneten Kampf legitimieren, mitverantwortlich für das Massaker in Afrin", so der Kommunikationsdirektor der Türkei, Fahrettin Altun. Alle, die den Terroranschlag nicht offen verurteilen, schaden dem Kampf gegen den Terrorismus, ergänzte er. "Mit Terroristen schließt man keinen Waffenstillstand, man verurteilt und bekämpft sie", sagte er.

Mindestens 40 Menschen wurden getötet und 50 Menschen wurden verletzt, als im Zentrum Afrins nahe der türkischen Grenze ein manipulierter Kraftstofftanker explodierte. Quellen vor Ort berichten, es seien unter anderem 15 Personen bei dem Anschlag getötet worden, die dem Umfeld der Sultan-Murad-Brigade zuzurechnen seien. Obwohl die EU den Anschlag verurteilte, vermied sie es, die Verursacherfrage zu klären. Das wohl auch aus dem Grund, dass sich bisher niemand zu dem verheerenden Anschlag bekannte.

(mb)

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