DHA

Türkei: Fast 5500 Verkehrstote im Jahr 2019

1.6.2020 17:41 Uhr

Nach Angaben des Statistikinstituts TÜIK der Türkei, wurden 2019 in der Türkei bei Verkehrsunfällen fast 5500 Menschen getötet und mehr als 280.000 weitere Personen verletzt. In den letzten 10 Jahren wurden 2015 mit 7500 Todesfällen die höchsten Opferzahlen bei Verkehrsunfällen verzeichnet. Im Jahr 2018 kamen bei Verkehrsunfällen rund 6700 Menschen ums Leben.

Laut TÜIK ereigneten sich im vergangenen Jahr insgesamt 1,17 Millionen Unfälle auf den Straßen der Türkei - gegenüber 1,2 Millionen Unfällen im Jahr 2018. Die Statistikbehörde berichtete auch, dass fast 76 Prozent dieser Unfälle in bewohnten Gebieten stattfanden, während die restlichen 24 Prozent in unbewohnten Gebieten auftraten. Rund 43 Prozent der bei den Unfällen im vergangenen Jahr Getöteten waren Fahrer, 34 Prozent aller Opfer waren Passagiere und 23 Prozent waren Fußgänger. Fast 88 Prozent aller Unfälle im Jahr 2019 waren auf ein Versagen des Fahrers zurückzuführen. In Deutschland kamen zum Vergleich im Jahr 2019 bei weit höherer Fahrzeugdichte knapp über 3000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Deutschland markierte damit den niedrigsten Stand bei Verkehrstoten seit 1953 - dem Beginn der Aufzeichnungen,

Weniger Verkehrstote zum Zuckerfest

TÜIK sagte auch, dass die meisten Unfälle - insgesamt rund 11 Prozent - im August stattfanden, während die niedrigste Anzahl von Unfällen im Februar mit einem Anteil von 5,8 Prozent verzeichnet wurde. Offizielle Daten zeigten, dass während der diesjährigen Feierlichkeiten zu Bayram zu den Vorjahren weniger Unfälle auftraten, da die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen aufgrund von Reisebeschränkungen und anderen Maßnahmen gegen das Coronavirus zurückging.

Bei Verkehrsunfällen kamen 33 Menschen ums Leben, was die niedrigste Zahl der Todesopfer in den letzten 13 Jahren während Bayram darstellte. Bei den Verkehrsunfällen wurden rund 100 Menschen verletzt. Die Türkei verhängte in diesem Jahr eine viertägige landesweite Ausgangssperre für das Zuckerfest zu Bayram, was das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan darstellt. Letztes Jahr wurden 83 Menschen getötet und fast 870 weitere bei Verkehrsunfällen während Feiertage zu Bayram verletzt.

(ce)

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