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Türkei: Erstmals seit Jahrzehnten Kleine Schwertwale in der Ägäis gesichtet

20.5.2020 7:29 Uhr

Zum ersten Mal seit 25 Jahren wurde in der nördlichen Ägäis wieder der Kleine Schwertwal, der auch als falscher Killerwal bezeichnet wird, gesichtet. Die Kleinen Schwertwale finden sich ansonsten eher in tropischen und gemäßigten Gewässern der großen Ozeane. Acht falsche Killerwale, die etwa 6 Meilen von der Insel Imbros entfernt im offenen Meer schwammen, wurden von einem Fischer gesehen.

"Diese gefährdeten Wale sind selten und völlig harmlos", sagte Prof. Dr. Arda Tonay von der Universität Istanbul, der sich die Aufnahmen der Wale angesehen hat. "Es gibt 89 verschiedene Wal- und Delfinarten. Dreizehn von ihnen sind in türkischen Gewässern zu sehen. In den letzten 30 Jahren gab es im Mittelmeer weniger als 20 Aufzeichnungen über Sichtungen dieser Wale. In der Ägäis ist das die erste Sichtung seit 25 Jahren", fügte Tonay hinzu.

Falsche Killerwale, wie die Kleinen Schwertwale wegen ihres Aussehens auch genannt werden, sind die ozeanischen Delfine, die normalerweise in tiefen tropischen und subtropischen Offshore-Gewässern vorkommen. Da Imbros einen der tiefsten Punkte in der Ägäis hat, sagte Tonay, sei es normal, falsche Killerwale in der Region der Insel zu sehen. "Eine Gruppe dieser Art wurde letzte Woche an den Ufern des Libanon und Israels entdeckt. Beobachtungen dieser Säugetiere bringen uns Informationen, um diese gefährdeten Arten zu verstehen und zu schützen. Wissenschaftler im 19. Jahrhundert nannten sie "falsche Killerwale", da ihre Schädel denen von Killerwalen glichen." Tonay gab mit drei Kollegen die seltene Walsichtung in einem wissenschaftlichen Artikel der Welt bekannt.

Teufelsrochen vor Gökceada

Ein anderer Taucher entdeckte währenddessen vor der Gökceada Insel am Einang der Dardanellen im Thrakischen Meer einen riesigen Teufelsrochen - eigentlich ein Fisch, der im Ostatlantik lebt.

(ce)

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