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Türkei: Erster Gottesdienst im Sumela-Kloster in Trabzon nach fünf Jahren

16.8.2020 13:11 Uhr

Nachdem das Sumela Kloster in Trabzon fünf Jahre lang restauriert und in Teilen für die Öffentlichkeit geschlossen war, ist es seit kurzem wieder für Besucher geöffnet. Jetzt fand der erste Gottesdienst seit fünf Jahren statt – am 15. August, Mariä Himmelfahrt.


Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnte der Patriarch von Istanbul, Bartholomeos I., nicht an dem Gottesdienst teilnehmen, stattdessen führte der Patriarch von Gelibolu (Gallipoli), Stefanos Dinidis, die Andacht, zu der auch ausländische christlich-orthodoxe Gäste anreisten.


Rund 50 ausländische Gäste

Für viele christlich-orthodoxen Gläubigen ist der 15. August einer der heiligsten Tage ihres Glaubens. An diesem Tag wird in den Ostkirchen der Tag "Hochfest des Entschlafens der allheiligen Gottesgebärerin" begangen - die Aufnahme von Maria in den Himmel. Seit dem 5. Jahrhundert wird der Tag zelebriert, der basierend auf dem Neuen Testament von Bischof Kyrill von Alexandrien ins Leben gerufen wurde. Rund 50 Gläubige kamen aus Georgien, Griechenland und Russland nach Trabzon, um bei dem ersten Gottesdienst seit fünf Jahren anwesend zu sein.


Im Anschluss an die Andacht verteilte der Patriarch von Gelibolu Wein und Brot unter den Besuchern, die danach das restaurierte Kloster unter der Einhaltung der Corona-Regeln besichtigten.


45.000 Besucher in knapp zwei Wochen

Seit der offiziellen Wiedereröffnung des Sumela Klosters am 28. Juli haben rund 45.000 Menschen aus dem In- und Ausland die restaurierte Anlage besucht. Das macht rund 2800 Besucher täglich, die das Kloster im Macka-Distrikt der Schwarzmeerprovinz erkunden durften. Das Kloster befindet sich auf der vorläufigen Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, man hoffe aber, dass es nun, nach der Beendigung der Restaurationsarbeiten, einen permanenten Platz darauf findet.

(be)

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