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Türkei erlaubt Freitagsgebete ab Mitte Juni

16.5.2020 11:49 Uhr

Freitagsgebete werden in der Türkei unter bestimmten Einschränkungen ab dem 12. Juni erlaubt sein, sagte Ali Erbas, der Leiter des Amtes für religiöse Angelegenheiten des Landes, der Diyanet.

Die Türkei hat am 16. März die Massengebete in Moscheen ausgesetzt, bis die Risiken des Ausbruchs des Coronavirus vorbei seien. "Wir werden in der Lage sein, Freitagsgebete in den Höfen der Moscheen zu verrichten", sagte Erbas nun in einem Fernsehinterview. Die Menschen müssten dazu ihre eigenen Gebetsteppiche mitbringen und die Regeln zur sozialen Distanzierung strikt einhalten. Die Betenden müssen auch Schutzmasken tragen, wenn sie die Räumlichkeiten der Moschee betreten.

Gebetsteilnehmer werden erfasst

Berichten zufolge werden die Behörden Kontaktinformationen von Personen aufbewahren, die an den gemeinsamen Gebeten teilnehmen. Auf diese Weise können sie die Menschen im Falle einer möglichen Covid-19-Infektion in der Gemeinde im Auge behalten und den Gesundheitsbehörden melden. Die Türkei hatte jüngst begonnen, einige der ursprünglich eingeführten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus zu lockern.

"Die Türkei wird Maßnahmen im Mai, Juni und Juli lockern, da sich das Ausbreitungstempo in den letzten zwei Wochen verlangsamt", sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am 4. Mai nach einer Kabinettssitzung. Die Zahl der bestätigten Fälle in der Türkei hat sich 147.000 angenähert, wobei die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 bei 4055 liegt. Mehr als 106.000 Menschen haben sich von der Krankheit erholt. Das Land hat bisher über 1,5 Millionen Coronavirus-Tests durchgeführt.

(ce)

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