imago images / Frank Sorge

Türkei erlässt neue Vorschriften für Schiffsabfälle

15.4.2020 7:36 Uhr

Die Türkei hat am 13. April ihren Küstenprovinzen neue Richtlinien zur Abfallbewirtschaftung ankommender nicht inländischer Schiffe im Rahmen der globalen Coronavirus-Pandemie an die Hand gegeben. Das gab der türkische Minister für Umwelt und Urbanisierung, Murat Kurum, auf seinem Account beim Kurznachrichtendienst Twitter bekannt.

Die betreffenden Schiffe würden erst dann begangen, nachdem sie speziell auf das neuartige Coronavirus untersucht wurden, gab Murat Kurum auf Twitter unter Berufung auf die an die 28 Küstenprovinzen des Landes gesendeten Erlasse bekannt. Kurum sagte ferner, dass nur Schiffe inspiziert werden könnten, bei denen kein Infektionsrisiko festgestellt wurde und fügte hinzu, dass das Tragen von Schutzausrüstung auch für diese obligatorisch Maßnahmen sei.

Mülltrennung bei ankommenden Schiffen

Die Abfälle werden zukünftig nach der Desinfektion getrennt und in Säcken angeliefert, während Abfälle, die aus Masken, Handschuhen und persönlicher Schutzausrüstung bestehen, 72 Stunden lang in Zwischenlagern aufbewahrt werden. Müll aus unter Quarantäne gestellten Schiffen werde als medizinischer Abfall behandelt, erklärte Kurum.

Er betonte, dass für alle internationalen und inländischen Schiffe gemäß dem Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Verschmutzung der Meere durch Schiffe (MARPOL) Abfallempfangsdienste bereitgestellt werden müssen, um die Meere frei von Schiffsabfällen zu halten.

(ce)

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