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Türkei erlässt dreimonatiges Entlassungsverbot

8.4.2020 19:49 Uhr

Die Türkei bereitet im Kampf gegen das Coronavirus und seine Auswirkungen einen Gesetzesvorschlag vor, mit dem Entlassungen für die nächsten drei Monate verboten werden sollen. Bei Bedarf könne der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan diese Sperre auch auf sechs Monate ausweiten.

Der Vorschlag sieht vor, dass Arbeitgeber ihre Angestellten innerhalb dieser drei Monate nicht entlassen dürfen. Sie haben allerdings die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub zu schicken. In diesem Fall sollen die Angestellten einen täglichen Betrag von 39,24 (rund 5,33 Euro) Lira aus dem Arbeitslosenfonds der Regierung erhalten.

Pflegezuschüsse für Menschen in außerordentlichen Situationen

Auch, wer seit dem 15. März entlassen wurde und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, soll täglich den Betrag von 39,24 Lira (5,33 Euro) erhalten. Die Regierung hat den Vorschlag am Mittwoch den Arbeitgebervereinigungen vorgelegt.

Zudem soll mit dem neuen Vorschlag auch die Absicherung von älteren Bürgern, Kindern, Frauen und Menschen mit Behinderungen in Pandemiezeiten, nach Erdbeben oder anderen außerordentlichen Situationen gewährleistet werden. Wer gepflegt werden müsse, solle Pflege oder Pflegekostenzuschüsse bekommen.

(be)

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