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Türkei erinnert an Luftfahrtpionier Hürkus

17.7.2020 12:32 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei erinnert an einen der unbesungenen Helden des Landes: Vecihi Hürkus. Er war Pilot, Ingenieur und Flugzeugdesigner. Er starb heute vor 51 Jahren.

1923 baute er das Vecihi K-VI-Flugzeugs, mit dem er zwei Jahre später eine Reise nach Izmir antrat. Später lehrte an verschiedenen Militärakademien und half, den Luftfahrtsektor weiter auszubauen. Er gilt dabei als Pionier der Branche. Er gehörte auch zu den Gründern des türkischen Luftfahrtverbands.

Er schoss das erste feindliche Flugzeug ab

Hürkus wurde 1896 geboren. Später trat er dem Militär bei, wo er zum Piloten ausgebildet wurde. Er kämpfte im Herbst 1917 an der Caucus-Front gegen die Russen. Er war der erste türkische Pilot, der ein feindliches Flugzeug abschoss.

Mithilfe von Material, dass er aus einem erbeuteten Flugzeug der Griechen gewann, baute er das erste Flugzeug der Türkei.

Hürkus leistete Pionierarbeit

"Zu dieser Zeit gab es in unserer Luftwaffe keinen einzigen Flugzeugingenieur", so Hürkus: "Also habe ich beschlossen Pionierarbeit zu leisten." Er eröffnete die erste Fallschirmschule der Türkei und druckte das erste Luftfahrtmagazin des Landes.

Im Laufe seiner Karriere baute er die Flugzeuge Vecihi XIV, Vecihi XV und Nuri Bey-Vecihi XVI. Er starb am 16. Juni 1969 in Ankara.

Späte internationale Ehrung

In seiner 52-jährigen Karriere als Pilot flog Hürkus 102 verschiedene Flugzeugmodelle und verbrachte 30.000 Stunden im Cockpit.

1994 wurde er posthum mit dem 50-jährigen Jubiläumspreis der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) für seinen Beitrag auf dem Gebiet der zivilen Luftfahrt der Türkei geehrt.

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