Hürriyet

Türkei: Erdrusche gehören zu den tödlichsten Naturkatastrophen

26.1.2021 19:02 Uhr

Laut einer Studie der Technischen Universität Istanbul sind Erdrutsche die zweithäufigste Naturkatastrophe in der Türkei, bei denen Menschen ums Leben kommen. Zu dem Ergebnis kommen die Wissenschaftler Tolga Görüm und Seckin Fidan, die seit 2017 die Studie leiteten. Dabei wurden Erdrutsche ausgewertet, die zwischen 1929 und 2019 Todesopfer forderten.

Insgesamt starben in den letzten 90 Jahren 1343 Menschen bei 389 Erdrutschen im Land, so die Untersuchung. Dabei kamen im Durchschnitt 15 Menschen pro Jahr ums Leben, während sich in der Türkei im Durchschnitt vier tödliche Erdrutsche pro Jahr ereigneten. Am häufigsten kommen in der Türkei Erdbeben vor, die im Durchschnitt noch mehr Tote fordern.

Trabzon und Rize am schlimmsten betroffen

Desweitern traten tödliche Erdrutsche in den vergangenen Jahrzehnten in 67 der 81 Provinzen des Landes auf, wobei die Schwarzmeer-Provinzen Trabzon und Rize die meisten Todesopfer zu beklagen haben. Die Bosporusmetropole Istanbul, in der über das Jahr gesehen reichlich Niederschlag fällt, liegt nach den Bergprovinzen auf Platz drei. Der schlimmste Erdrutsch in den vergangenen 90 Jahren ereignete sich 1929 an der Grenze zwischen Trabzon und Rize. Bei der Naturkatastrophe, die insgesamt 19 Dörfer betraf, starben 148 Menschen.

(mb)

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