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Türkei enttäuscht über Aufrechterhaltung von EU-Einreisebeschränkung

1.7.2020 17:17 Uhr

Die Türkei ist enttäuscht darüber, dass an dem Einreiseverbot für Staatsangehörige des Landes in die Europäische Union (EU) weiter festgehalten wird.

"Unsere Anstrengungen, die Corona-Pandemie einzudämmen, sind offensichtlich. Das hat die Türkei selbst von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt bekommen. Bei der Entscheidung hätten wir mehr Objektivität erwartet", teilte der Sprecher des Außenministeriums, Hami Aksoy, in einer Erklärung mit. Die türkische Regierung erwarte, dass dieser "Irrtum" sobald wie möglich behoben wird.

Aksoy unterstrich die "Solidarität der Türkei mit der internationalen Gemeinschaft während der Pandemie" und die "beispiellose Zusammenarbeit" der Länder im Kampf gegen Covid-19, an der die Türkei "selbstverständlich" festhalten werde.

Türkischer Außenminister reist zu Gesprächen nach Berlin

Am Dienstag hatten die EU-Staaten entschieden, an den wegen der Corona-Pandemie geltenden Einreisebeschränkungen für zahlreiche Länder - darunter auch die Türkei - festzuhalten. Lediglich Menschen aus 14 Ländern dürfen wieder einreisen. Allerdings können sich diese auch wieder ändern, die Liste wird alle zwei Wochen aktualisiert.

Für die Türkei gilt zudem auch noch einer Reisewarnung des Auswärtigen Amts in Deutschland Sowie eine Einschätzung des RKI als Risikoland. Die türkische Regierung bemüht sich intensiv um eine Aufhebung. Die Türkei zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen und der Tourismus ist mit einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in der Türkei.

Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy reisen am Donnerstag nach Berlin, um mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas erneut über das Thema zu sprechen.

(bl)

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