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Türkei: Einzigartig geformter Meke-See trocknet vollständig aus

12.7.2020 10:18 Uhr

Der Meke-See („Meke Gölü“) in der zentralanatolischen Provinz Konya ist aufgrund jahrelanger Niederschlagsmangel und falscher landwirtschaftlicher Bewässerungspraktiken völlig ausgetrocknet.

Der Vulkansee befindet sich im Karapinar-Distrikt und wird wegen seiner Seltenheit und Ähnlichkeit mit dem türkischen bösen Blick („Nazar“) auch als „Talisman des bösen Blicks“ bezeichnet. Der See hatte einst eine Tiefe von 12 Metern, trocknete jedoch aufgrund der Dürre und der unregulierten Nutzung des unterirdischen Wassers stufenweise aus.

Der Meke-See schimmerte vor seinem Austrocknen an manchen Stellen rötlich. An den Salzrändern des Sees machten sich hierbei einige Flamingos gemütlich. Ein Ausblick, den man gerne noch weiter hätte sehen wollen.
Der Vulkan-See vor seinem Austrocknen (Bild: imago images/ blickwinkel)

„Der See wurde früher häufig von einheimischen und ausländischen Touristen besucht. Vor 15 Jahren war es ein sehr schönes Tourismusgebiet “, so die Angaben von Musa Ceyhan, ein 26-jähriger freiwilliger Vertreter der türkischen Stiftung zur Bekämpfung der Bodenerosion (TEMA). Die Menschen seien früher im einzigartigen Kratersee laut Ceyhan auch schwimmen gegangen. Ceyhan betonte, dass der Klimawandel ein wichtiger Faktor für das Aussterben des Sees sei und bat die Behörden um Hilfe bei der Wiederherstellung.

Der Meke-See wurde 1989 zum Schutzgebiet erster Klasse erklärt und wurde vor seinem Aussterben 1998 zudem als Naturdenkmal registriert.

(gi)

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