Türkei: ​Dorfbewohnerinnen feiern Absage der Baupläne eines Kraftwerks

25.9.2020 20:54 Uhr

Die Frauen zweier Dörfer in der nordwestlichen Provinz Kirklareli haben die Entscheidung des türkischen Ministeriums für Umwelt und Stadtentwicklung, die Pläne für den Bau eines Wärmekraftwerks abzusagen, begrüßt und gefeiert. Zuvor hätten die Frauen gegen den Bau zwei Jahre lang protestiert.

Doch nicht nur die Frauen der Dörfer freuen sich über die Absage der Pläne: "Wir haben zwei Jahre lang einen Kampf [gegen den Bau des Wärmekraftwerks] geführt. Wir sind sehr glücklich über das Endergebnis. Wenn es gebaut worden wäre, hätte die Natur hier viel Schaden erlebt und viele hätten gesundheitliche Probleme bekommen", so die Angaben von Mustafa Paydak, dem Muhtar (Dorfvorsitzender) von Yenimahalle.

"Wir haben die Natur gerettet. Natürlich brauchen wir Energie, aber es gibt Alternativen wie Sonnen- und Windpaneele", fügte Adem Alsak hinzu, der Muhtar des Nachbar-Dorfes, Dokuzhöyük. Beide Dorfvorsitzende betonten die Bedeutung der Landwirtschaft. Laut ihren Angaben hätte das Wärmekraftwerk hier die Landwirtschaft zudem beendet.

Greenpeace-Beamte erfreut

Auch Greenpeace-Offizielle, die von Anfang an den Einheimischen zur Seite standen, begrüßten die Entscheidung. Laut einem von Greenpeace erhaltenen Umweltverträglichkeitsprüfungsbericht hätte das Wärmekraftwerk 120 Tonnen Wasser pro Stunde verbraucht und beim Bau 3 Millionen Tonnen Kohlendioxid freigesetzt.

(gi)

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