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Türkei: Dinnerparty und Verlobung erhöhen Covid-19-Fallrate in Kars

18.5.2020 23:21 Uhr

Die Zahl der Fälle mit dem Coronavirus und Covid-19 in Kars, einer nordöstlichen Provinz in der Türkei, das zu den Städten gehörte, in denen Coronavirus-Fälle am wenigsten auftreten, hat sich nach Dinnerparty und einer Verlobungsfeier sprunghaft erhöht. Eine Person, die aus dem Krankenhaus entlassen wurde und dies mit einer Dinnerparty feierte sowie die Verlobung fanden vor zwei Wochen statt und nun haben sich die Zahlen in Kars verfünffacht.

Die beiden Ereignisse haben zu einem Anstieg der Fälle in der abgelegenen Provinz geführt. Ein Grund für den sprunghaften Anstieg war eine Dinnerparty für Verwandte, die von einer Person veranstaltet wurde, die gerade nach einer Covid-19-Behandlung im Krankenhaus entlassen worden war. Eine Verlobungszeremonie, die ungefähr zum gleichen Zeitpunkt in der Innenstadt organisiert wurde, war ein weiterer Grund für den rapiden Anstieg der Fälle. Die Zahl der Fälle mit dem Coronavirus in Kars, die Anfang Mai noch 30 betrug, stieg aufgrund der Nichteinhaltung der Maßnahmen zur Verbreitung des Virus auf 176 an.

Insgesamt sieben Patienten starben bisher in der Stadt und 2145 Menschen wurden seit dem 10. März getestet, als die Türkei ihren ersten Coronavirus-Fall offiziell bestätigte. Etwa 56 der Patienten, die derzeit behandelt werden, werden in ihren Häusern behandelt und 53 in einem leeren Studentenwohnheim, das jetzt als Quarantänezentrum genutzt wird, untergebracht. In der Zwischenzeit patrouillieren Polizeiteams den ganzen Tag über in der Stadt und machen den Bewohnern von Kars häufig Ankündigungen, um ihnen die Schwere der Krankheit zu verdeutlichen.

(ce)

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