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Türkei: Die historischen Highlights von Mugla

28.8.2020 21:11 Uhr

Die Urlaubsregion Mugla an der Ägäisküste punktet nicht nur durch schöne Badeorte wie Bodrum, Marmaris und Fethiye, sondern lädt auch zu Erkundungen antiker Zivilisationen ein.

Neben der Lykischen Zivilisation waren dort die Karier beheimatet.

Kaunos

Die antiken Felsgräber von Kaunos (Bild: imago images/ Westend61)

Westlich von Dalyan befindet sich eine der ältesten Siedlungen der Türkei. Kaunos war einst eine bedeutende Hafenstadt. Im 10. Jahrhundert v. Chr. gegründet, befand sie sich am Meer; durch die Verlagerung der Küste liegt sie nun einige Kilometer weiter im Inland im Delta des Dalyan-Flusses. Will man Kaunos besichtigen, muss man in ein Boot steigen, beispielsweise in Köycegiz oder Dalyan. Zu besichtigen gibt es neben den eindrucksvollen, in die Felsen gehauenen karischen Gräbern die Überreste eines römischen Theaters, Thermen, einer Agora und eines Tempels.

Knidos

Römisches Theater in Knidos (Bild: imago images/ imagebroker)

Schon im Altertum war Knidos ein Besuchermagnet. In Scharen strömten die Menschen in die Stadt, um das bekannteste Werk des Bildhauers Paxiteles zu bestaunen: Die Statue der Aphrodite von Knidos war so berühmt, weil sie nackt war. Das Original wurde vermutlich in spätantiker Zeit nach Konstantinopel verbracht, wo es bei einem Brand zerstört wurde. Heute findet man im Open-Air-Museum von Knidos, das auf der Spitze der Datca-Halbinsel an der Grenze von Mittelmeer und Ägäis liegt, die Überreste des Tempels der Aphrodite, zweier Theater und Häfen.

Letoon und Xantos

Das antike Heiligtum "Letoon" (Bild: imago images/ robertharding)

Vermutlich im 8. Jahrhundert v. Chr. entstanden, war Letoon das Heiligtum der Stadt Xantos. Die beiden antiken Stätten findet man in der Nähe von Fethiye. Insbesondere sehenswert sind die Überreste von drei Tempeln. Zwei wurden Apollon und Artemis zu Ehren errichtet, der Dritte entstand für die Mutter der Beiden: Die Titanin Leto wurde als Göttin der Mutterschaft und weiblicher Zurückhaltung geehrt.

Telmessos

Grab des Amytas (Bild: imago images/ VW Pics)

Einer Legende zufolge soll der Sonnengott Apollon Telmessos gegründet haben. Wann das geschah, ist nicht bekannt, archäologische Funde belegen jedoch, dass Telmessos im 5. Jahrhundert v. Chr. eine lykische Dynastie war. Es lag dort, wo sich heute der populäre Urlaubsort Fethiye befindet. Die Überreste des antiken Vorgängers findet man überall in der Stadt. Weithin bekannt sind die Felsengräber mit dem besonders eindrucksvollen Grab des Amytas, dem Wahrzeichen Fethiyes. Sehenswert ist außerdem das römisch-hellenistische Theater.

Tlos

Ruinen von Tlos (Bild: imago images/ UIG)

Auch in der antiken Stätte von Tlos gibt es Felsengräber zu besichtigen. Ursprünglich aus der Bronzezeit stammend, war Tlos einst einer der größten Orte des Lykischen Bundes. Die Ruinen, die man dort findet, stammen aus lykischer, römischer und byzantinischer Zeit. Das Theater stellt eine Besonderheit dar, da es nicht in einen Hang gebaut, sondern mittig auf einem Plateau errichtet wurde. Die antike Stätte liegt 40 Kilometer östlich von Fethiye.

(jk)

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