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Türkei: ​Der „Böse Blick“ Meke-See in Zentralanatolien trocknet aus

3.5.2020 22:35 Uhr

Aufgrund des jahrelangen Mangels an Niederschlägen und falscher Bewässerungspraktiken in der Landwirtschaft ist der Meke-See in der Türkei nun letztendlich fast komplett ausgetrocknet.

Der Meke-See befindet sich in der zentralanatolischen Provinz Konya und trägt des Weiteren die Bezeichnung „Talisman des bösen Blicks“. Er ist für seine Seltenheit in der Türkei bekannt sowie für seine einzigartige Schönheit.

Der Vulkan brach das letzte Mal vor 9.000 Jahren ein zweites Mal mitten im Meke-See aus und gab ihm damals sein heutiges Aussehen. 1989 wurde der See schließlich zum Schutzgebiet erster Klasse erklärt und wurde dann 1998 als Naturdenkmal registriert.

Der Meke-See mit dem Vulkankegel (Bild: dha)

Gründe für die Austrocknung

Der Bürgermeister von Karapinar, Mehmet Yaka, erklärte, dass der Hauptgrund für die Austrocknung des Sees, neben der Dürre, die Entnahme von Grundwasser aus dem Becken für landwirtschaftliche Zwecke sei. Früher habe hier der Wasserstand bei 10 bis 12 Meter gelegen, doch jetzt sei dort fast kein Wasser mehr übrig, sondern nur noch purpurrote Pfützen.

Jedoch äußerte sich der Bürgermeister Yaka noch optimistisch, dass der Wasserstand des Meke-Sees wieder ansteigen und zu seiner früheren Schönheit zurückkehren könnte, wenn die oben genannten Probleme schnell gelöst werden.

(gi)

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