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Türkei: Das schönste Geheimnis der Bucht von Gökova

19.6.2020 23:05 Uhr

Die Provinz Mugla gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Türkei. Wegen ihrer sonnigen Ägäis- und Mittelmeerstrände und malerischen Buchten, umgeben von sattgrüner Natur, lockt sie Jahr für Jahr viele Touristen an.

Bodrum, Fethiye und Marmaris sind die Top-Spots der Region. Die All-Inclusive-Hotels dieser Küstenresorts sind in der Regel früh ausgebucht, die Innenstädte sind quirlig, laut und ein Sinnbild für Pauschaltourismus. Für einen guten Platz am Strand muss man früh aufstehen. Authentische, regionale Spezialitäten sucht man auf den Speisekarten mancher Restaurants vergeblich. Im Gegensatz zu diesen Städten ist der Badeort Akyaka auf vielleicht wundersame Weise nicht in den Radar der Tourismusindustrie geraten.

Zertifiziert für Langsamkeit

Seit Ende der 80er Jahre steht Akyaka unter Umweltschutz. So konnten ihr ursprünglich urbanes Flair und ihre Gelassenheit erhalten werden. Zudem haben die Bewohner viel dafür getan, dass die Persönlichkeit der Stadt bzw. der tief verwurzelte Lebensstil, kontinuierlich geschützt und weitergelebt wird. Im Jahr 2010 wurde Akyaka zur zweiten sogenannten "Cittaslow" (dt. langsame Stadt) der Türkei gekürt und damit zum idealen Ziel für Menschen, die sich einen ruhigen, entspannenden Urlaub wünschen.

Ein Boot am Hafen von Akyaka (Bild: imago images/ YAY Images)

Die kleine Stadt wird von einem Pinienwald eingerahmt, der sich sanft bis hinab zum Sandstrand zieht, an dem es nie zu eng wird. Türkisblau und kristallklar ist das Wasser. Fischerboote und ein paar Besucher-Yachten schaukeln auf den im Sonnenlicht funkelnden Wellen. Typisch für Akyaka sind die Holzhäusern mit den roten Dächern. In manchen befinden sich kleine Hotels und Pensionen – Clubs oder All-inclusive-Hotels gibt es hier nicht. Ebenso wenig Fastfood, Musikclubs und Straßenverkäufer, die sich tagein tagaus die Lunge aus dem Hals brüllen.

Langweilig wird es nicht

Wirkliche Sehenswürdigkeiten gibt es keine. In Akyaka ist man einfach. Wer den Wechsel von Entspannung und Aktivität mag, kommt in der Cittaslow trotz allem auf seine Kosten. Der Akcapinar-Strand ist der perfekte Ort zum Surfen. Das Surfen und Kitesurfen kann man dort auch erlernen. Der Wind ist beständig warm, die Bucht verfügt über ideale Untiefen.

Golf von Gökova (Bild: imago images/ imagebroker)

Naturliebhaber können die Ebene von Gökova bzw. das nahe Marschland erkunden. Dort leben einige der letzten Europäischen Fischotter. Mit ein bisschen Glück beobachtet man dort auch Flamingos und Pelikane.

Cittaslow-Kriterien

Um als "langsame Stadt" ausgezeichnet zu werden, muss eine Stadt mehr als 50 Kriterien erfüllen. So darf es dort beispielsweise keinen Lärm, keinen Smog und keine Schnellstraßen geben. Dahingegen müssen genügen grüne Bereiche und Fußgängerzonen vorhanden sein. Die Restaurants und Cafés sind angehalten, die Bauern der Region zu unterstützen.

(jk)

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