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Türkei bringt Russland an den Rand einer Heim-Niederlage

11.10.2020 22:54 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Türkei musste sich am Sonntagabend in der Nations League - Liga B, Gruppe 3 - in Moskau mit dem bisher in der Gruppe ungeschlagenen Russland auseinandersetzen. Zwar hatte die Türkei im Testspiel unter der Woche gegen Deutschland ein 3:3 geholt und Russland gegen Schweden zuhause 1:2 verloren, aber es waren nun einmal Freundschaftsspiele. Am Ende sahen die Zuschauer ein unterhaltsames Spiel mit einer Punkteteilung, die absolut in Ordnung geht.

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In der ersten Hälfte zeigte sich zuerst ein eher verhaltenes Spiel zwischen der Milli Takim und Sbornaja, wie das russische Team genannt wird. Doch die Russen zeigten sich im Grunde von der ersten Minute an in Halbzeit eins als das etwas bessere und agilere Team. Das zahlte sich in der 28. Spielminute auch auf der Anzeigetafel aus. Russland brachte ein gutes Kombinationsspiel nach vorne und dann kam die Kugel zu Anton Miranchuk. Der ließ die türkische Hintermannschaft stehen und vollendete humorlos – 1:0. Danach ließen die Russen den Ball geschickt durch die eigenen Reihen laufen und nahmen der Türkei so jede Möglichkeit, Abschlüsse aufs Tor zu bringen. So schaukelte Sbornaja den Vorsprung in die Halbzeitpause.

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Der Stuttgarter Karaman mit dem Ausgleich

Nach der Halbzeit brachte Trainer Senol Günes Cengiz Ünder, für den sehr zum Erstaunen der Beobachter Efecan Karaca von Alanyaspor den Vorzug in der Startelf erhielt. Damit musste man nicht unbedingt rechnen. Auch die Tatsache, dass sich Enes Ünal, Yusuf Yazici, Caglar Söyüncü und der bestens aufgelegte Emre Kilinc neben Ünder auf der Bank wiederfanden, war nicht wirklich vorhersehbar. In der zweiten Hälfte agierte die türkische Mannschaft dann aber wesentlich druckvoller als in den ersten 45 Minuten. Die Hereinnahme von Ünder zahlte sich aus. Und in der 51. Minute hätte sich das fast ausgezahlt, denn da war es Burak Yilmaz, der die Qualität des Aluminiums in Russland testete. Doch der Ausgleich als Lohn für das aggressivere, "galligere" Spiel der Milli Takim kam dann in der 62. Minute. Hakan Calhanoglu mit dem Freistoß, der dann Merih Demiral fand und der legte geschickt quer auf Kenan Karaman, der schon gegen Deutschland zum späten Ausgleich traf. Der gebürtige Stuttgarter, der bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag steht, musste dann nur noch den Schluffen hinhalten – 1:1.

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Nach dem Ausgleich war es dann nicht nur ein Spiel auf Augenhöhe, sondern mit Feldvorteilen für die Gäste. Beide Teams versuchten, den Gegner unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu provozieren. Auffällig dabei war, dass die Milli Takim nun konsequenter gegen Ball und Gegner operierte. Beide Teams waren nach dem Treffer zum 1:1 hinten konzentriert. Trotzdem erarbeitet sich die Türkei immer wieder Chancen, die aber nicht zum Erfolg führten. So wurde es am Ende ein Remis, bei dem beide Teams jeweils eine Halbzeit dominierten. Mit dem 1:1 konnte die Türkei Russland die ersten Punkte in der Nations League abnehmen.

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