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Türkei: Bootsunglück in Foca - Vier Tote, flüchtiger Kapitän festgenommen

3.8.2020 11:04 Uhr

Am Sonntagmittag kam es in der Urlaubsregion Foca in der Provinz Izmir zu einem Bootsunglück, bei dem vier Menschen verstarben. Ein Junge gilt weiterhin als vermisst, vier Bootsinsassen sowie der Kapitän des Boots konnten sich retten. Der Kapitän flüchtete nach dem Unglück, konnte aber mittlerweile festgenommen werden.

Das Unglück ereignete sich in den Mittagsstunden des dritten Feiertags zum Opferfest. Neun Insassen, die für einen Tagesausflug von Izmir Karsiyaka nach Eskifoca kamen, buchten eine Fahrt auf einem Boot, um zur vorgelagerten Atatürk-Insel aufzubrechen. Kurz vor deren Küste geriet das Boot durch starke Winde in Seenot und kenterte.

Der Kapitän soll nicht über die erforderlichen Genehmigungen für Touren verfügt haben (Bild: dha)

Drei Jugendliche und ein Erwachsener konnten verletzt geborgen werden, zwei Erwachsene, eine Jugendliche und ein Kind starben bei dem Unglück. Auch der Kapitän Adem D. konnte unverletzt gerettet werden. Er flüchtete, sobald sich die Gelegenheit während der andauernden Rettungsaktion bot. Die Suche nach einem Vermissten dauert auch am Montag noch an. Doch die Hoffnungen, ihn lebend zu bergen, schwinden mit jeder Minute.

Kapitän festgenommen

Nachdem der flüchtige Kapitän zur Fahndung ausgeschrieben wurde, konnte er noch am gleichen Tag gefasst werden. Allem Anschein nach verfügte der Kapitän nicht über die erforderlichen Genehmigungen und Dokumente, auf seinem Boot kommerzielle Touren anzubieten.

Die vier geretteten Insassen konnten nach Gesundheitschecks im Krankenhaus nach kurzer Zeit wieder entlassen werden.

(be)

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