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Türkei bleibt verlässlicher internationaler Partner

22.4.2020 22:26 Uhr, von Andreas Neubrand

Angesichts der Corona-Pandemie will die Türkei in ihrer Außenpolitik weiterhin stabil und verlässlich bleiben. Das sagte der türkische Kommunikationsdirektor am 21. April.

"Unsere Regierung konzentriert sich weiterhin auf die Eindämmung des Coronavirus im In- und Ausland, aber wir stellen uns auch außenpolitischen Herausforderungen wie Syrien, Libyen und der Ägäis. So versucht das Regime in Damaskus die aktuelle Lage für sich auszunutzen", schrieb Fahrettin Altun auf Twitter.

Türkei steht zu ihrem Wort

Die Türkei stehe dabei hinter dem Abkommen vom 5. März mit Russland. Trotzdem trete man der Aggression des syrischen Regimes in Idlib entschlossen entgegen. Auch das Abkommen mit Libyen will Ankara weiter einhalten.

"Präsident Erdogan hat deutlich gemacht, dass die internationale Gemeinschaft die anerkannte Regierung in Tripolis unterstützen muss. Die Türkei erziele im Kampf gegen General Haftar gute Ergebnisse", sagte er.

Türkei kämpft gegen Virus

Nicht nur Schurkenregime und Putschisten versuchen die gegenwärtige Krise die durch Covid-19 entstanden ist zu nutzen, sondern auch Terroristen der YPG und der PKK. Doch die Türkei werde trotzdem ihre Operationen ungebrochen fortsetzen, sagte er.

Altun sprach davon, dass die Türkei alles Notwendige gegen das Virus tun werde. Die Kapazitäten an Krankenhausbetten wurden erhöht, die Versorgungsketten verbessert.

40.000 Menschen in der Türkei getestet - pro Tag

"Die Türkei testet zurzeit 40.000 Menschen am Tag. Es gibt ermutigende Anzeichen (sinkende Infektionsrate, zunehmende Genesung, geringere Sterbefälle), dass die Kurve abflacht", fügte er hinzu.

Die Türkei verteilt kostenlos Masken und hat bisher keinen Mangel an Medikamenten oder Atemschutzmasken, sagte Altun. Die Türkei wolle außerdem bis Ende Mai 5.000 Atemschutzgeräte herstellen.

Zudem werde in der Türkei vom 23. April in 31 Großstädten eine viertägige Ausgangssperre eingeführt. Damit soll die Verbreitung des Virus verhindert werden. Nötig sei die Erhöhung dieser Maßnahmen, weil der Ramadan vor der Tür steht.

Außerdem organisiert die Türkei eine großangelegte Rückholaktion ihrer Bürger aus dem Ausland. Voraussetzung ist, dass sie sich zuerst in eine 14-tägige Quarantäne begeben. So sollen insgesamt 25.000 Bürger zurückgeholt werden.

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