DHA

Türkei bildet zweites Gremium zur Covid-19-Bekämpfung

9.4.2020 8:18 Uhr

Die Türkei hat ein zweites wissenschaftliches Gremium ins Leben gerufen, das die sozialen Auswirkungen niedrig hält, die bei der Bekämpfung und Eindämmung des Coronavirus entstehen. Das jedenfalls hat der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca angekündigt. Zum Gremium sollen Experten auf den Gebieten der Religionspsychologie, der Religionssoziologie, der Statistik, Soziologie und der Psychologie gehören.

"In unserem Kampf gegen die Krankheit als Gesellschaft haben sich offenbar verschiedene Bedürfnisse besser herauskristallisiert. Wir brauchen Leitlinien und Empfehlungen zu sozialen Themen. Aus diesem Grund haben wir einen neuen Rat unter dem Titel "Sozialwissenschaftliches Gremium" gebildet", sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca nach einer routinemäßigen Sitzung des ersten Gremiums am 07. April gegenüber Reportern.

Gremium soll in einigen Tagen aktiv werden

In den frühen Tagen des Kampfes gegen die Pandemie war ein 25-köpfiges Wissenschaftsgremium unter der Leitung von Gesundheitsminister Koca und unter Beteiligung von medizinischen Experten gebildet worden. Es wurde später unter Einbeziehung von Experten auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit auf 35 Mitglieder erweitert. "Das neue Gremium wird an zukünftigen Aspekten arbeiten und das Leben für die Gesellschaft und den Einzelnen erleichtern, indem Vorschläge zum sozialen Leben unterbreitet werden. Dies stellt eine Premiere im weltweiten Kampf gegen den Ausbruch des Coronavirus dar", betonte Koca.

Auf Nachfrage wiederholte Koca, das neue Gremium werde sich aus Psychologen, Soziologen, Religionspsychologen, Religionssoziologen und Statistikern zusammensetzen und er betonte, dass die ausgewählten Mitglieder kompetente und einflussreiche Persönlichkeiten auf ihrem Gebiet seien. Das Gremium werde seine erste Sitzung in den kommenden Tagen abhalten, fügte er hinzu.

App zur Verfolgung von Patienten entwickelt

Koca sagte auch, dass eine spezielle mobile App entwickelt wurde, um die COVID-19-Fälle unter Zuhilfenahme der Informations- und Kommunikationsbehörde (BTK) zu verfolgen. "Es wurde daran gearbeitet, die Fälle zu verfolgen und mit der Hilfe von drei Telekommunikationsbetreibern sowie der BTK festzustellen, ob sie von der Öffentlichkeit isoliert sind oder ihre Häuser verlassen. Eine mobile App wurde entwickelt und alle unsere Patienten müssen diese App herunterladen. Sie wird innerhalb von ein oder zwei Tagen aktiviert", sagte Koca.

"Die App wird es uns als Gesundheitsministerium ermöglichen, den Zustand der Patienten in Echtzeit zu verfolgen und den Patienten zu drängen, zu Hause zu bleiben", sagte der Minister. "Wenn der Patient die Regeln der sozialen Isolation nicht einhält, benachrichtigt das System die Strafverfolgungsbehörden. Weitere Erklärungen werden innerhalb weniger Tage von unserer Kommunikationsdirektion BTK abgegeben." Eine ähnliche Funktion gibt es auch in Deutschland - mit dem Unterschied, dass die Provider nur anonymisierte Daten zur Verfügung stellen, um reine Bewegungsprofile von Bundesländern, Regionen, Landkreisen oder Städten zu kommunizieren.

(ce)

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