DHA

Türkei: Besucherrate der Einkaufszentren nach Wiederöffnung nur bei 18,5 Prozent

15.5.2020 7:22 Uhr

Rund 420 Einkaufszentren wurden am 11. Mai von 1,2 Millionen Menschen besucht, als sie nach mehr als einem Monat freiwilliger Schließung wiedereröffnet wurden. Die Schließungen wurden nötig, um die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie einzudämmen, so die Vereinigung der Investoren von Einkaufszentren. Doch die Zahlen zur Wiedereröffnung hielten sich in überschaubaren Grenzen und lagen unter 20 Prozent des normalen Tagesdurchlaufs.

In der Zeit vor der Pandemie lag die durchschnittliche tägliche Besucherzahl der Einkaufszentren im ganzen Land bei rund 6,5 Millionen, sagte Hüseyin Altas am 13. Mai gegenüber einem privaten Sender. "Am ersten Tag der Wiedereröffnung lag die Eintrittsrate bei 1,2 Millionen Menschen. Am zweiten Tag gab es rund 1,1 Millionen Besucher. Der Trend ist exakt so, wie wir es geschätzt hatten", sagte er und teilte seine Erwartung mit, dass die Besucherquote im September wieder auf 70 Prozent der Zeit vor Corona steigen wird. Die Einkaufszentren wurden von den Betreibern geschlossen, nachdem das Innenministerium aufgrund der Pandemie Restaurants, Cafés und Erholungsgebiete geschlossen hatte.

Online-Handel boomt durch das Coronavirus

Viele Geschäfte in den Einkaufszentren planen die Wiedereröffnung ab dem 1. Juni. Laut offiziellen Zahlen vom 14. Mai ging das Einzelhandelsumsatzvolumen mit konstanten Preisen in der türkischen Wirtschaft im März gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,2 Prozent zurück. Der höchste jährliche Rückgang lag laut Angaben des türkischen Statistikamtes TÜIK im Bereich der Non-Food-Verkäufe - mit Ausnahme von Kraftstoffen für Kraftfahrzeuge – und bildete 8,7 Prozent ab. Die Verkäufe von Kraftstoffen für Kraftfahrzeuge gingen ebenfalls um 3,2 Prozent zurück, während die Verkäufe von Lebensmitteln, Getränken und Tabak im März gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent zulegten.

Unter den Non-Food-Sektoren sank das Volumen der Textil-, Bekleidungs- und Schuhverkäufe um 28,5 Prozent und Verkäufe von Computern, Büchern und Telekommunikationsgeräten gingen um 6,5 Prozent zurück. Der Absatz von Medizinprodukten und Kosmetika stieg um 7,4 Prozent, während der Umsatz mit Elektronikartikeln und Möbeln um 4,1 Prozent zurückging. Der Umsatz im Versandhandel und im Internet stieg im März gegenüber dem Vorjahr durch das Coronavirus und Ausgangssperren um 48,3 Prozent.

(ce)

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