Hürriyet

Türkei: Besucher strömen an Bayram in die 5.000 Jahre alte Salzhöhle

3.8.2020 20:24 Uhr

Drei Monate war die ikonische und über 5000 Jahre alte Salzhöhle wegen des Coronavirus geschlossen. Doch mit den Feiertagen zum Opferfest eröffnete die Höhle in der zentralanatolischen Provinz Cankiri wieder. Hunderte Interessierte besuchten die Grotte am ersten Tag des muslimischen Opferfestes.

Die unterirdische "Stadt" soll sich gesundheitsfördernd bei Krankheiten wie Asthma, Bronchitis und anderen Lungenerkrankungen auswirken. Die Salzhöhle verfügt über das größte Steinsalzreservat der Türkei und ist eines der bedeutendsten Tourismuszentren Anatoliens.

Konservierende Wirkung der Höhle

In der Salzhöhle zersetzen sich die Körper toter Tiere nicht; vielmehr werden sie durch die Atmosphäre der Höhle bewahrt, in der seit der Zeit der Hethiter vor rund 5000 Jahren Salz abgebaut wird.

So wurden der Körper eines Esels, der vor 200 Jahren in der Höhle gefunden wurde sowie der eines Kaninchens (vor 12 Jahren gefunden) und einer Schlange (vor sieben Jahren entdeckt) in der Salzhöhle so ausgestellt, wie sie gefunden wurden.

Eine Ausstellung in der Salzhöhe (Bild: Hürriyet)

Die Ausstellung der mumifizierten Tiere ist Teil einer Reihe von Projekten, die vom Gouverneursbüro von Cankiri entwickelt wurden, um die Salzhöhle für den Tourismus noch attraktiver zu gestalten. Cankiris Bürgermeister Ismail Hakki Esen wies darauf hin, dass die Region seit fünftausend Jahren bewohnt und die Höhle eine der größten Salzhöhlen der Welt sei.

Das Besucherziel für das Naturwunder, das im vergangenen Jahr von 200.000 Menschen besucht wurde, aber in diesem Jahr seit März geschlossen blieb, liegt laut offiziellen Angaben für die Zukunft bei einer Million Touristen.

(gi)

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