Hürriyet

Protestnote: Türkei bestellt Botschafter von Deutschland, Italien und der EU ein

24.11.2020 9:51 Uhr

Die Gesandten der Europäischen Union, Italiens und Deutschlands in der türkischen Hauptstadt Ankara wurden am 23. November nach einer kontroversen Durchsuchung eines Frachtschiffs unter türkischer Flagge durch eine EU-Marinemission am Tag zuvor in das Außenministerium des Landes einberufen.

Der stellvertretende Außenminister Sedat Önal hat die Botschafter der EU und Italiens sowie den deutschen Geschäftsträger vorgeladen, da der deutsche Botschafter abwesend sei, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums.

"Vorfall verstößt gegen Völkerrecht"

Die Türkei gab ihnen eine diplomatische Note über die Durchsuchung der MV Roseline A am Sonntag unter der Operation Irini, einer europäischen Mission, die Anfang dieses Jahres gestartet wurde, um das Waffenembargo der Vereinigten Staaten gegen das vom Krieg heimgesuchte nordafrikanische Land Libyen durchzusetzen. In der Notiz heißt es: "Der Vorfall verstößt gegen das Völkerrecht und unsere Rechte auf Entschädigung sind vorbehalten."

Am Montag zuvor hatte das Ministerium die illegale Durchsuchung durch eine deutsche Fregatte am Sonntag verurteilt. Die Türkei sagte, dass das Schiff nicht gegen das Embargo verstoßen habe, aber das Embargo voreingenommen zugunsten von Kriegsherr Khalifa Haftar durchgesetzt werde. Das Ministerium erklärte zuvor, das türkische Schiff habe nur Farbe, Farbmaterialien und humanitäre Hilfe in den libyschen Hafen von Misrata befördert.

(be)

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