Hürriyet

Türkei bereitet Gesetze für die telemedizinische Praxis vor

22.12.2020 11:36 Uhr

Die Türkei bereitet derzeit Gesetze vor, die Rechtsgrundlagen für telemedizinische Praktiken in privaten und öffentlichen Krankenhäusern des Landes schaffen.

"Telemedizin" ist eine medizinische Praxis, die es Ärzten ermöglicht, Patienten mithilfe von Telekommunikationstechnologien zu diagnostizieren und zu überwachen. Sie wird in der Türkei seit einiger Zeit im Rahmen eines Pilotprojekts praktiziert. Da es jedoch keine Gesetze gibt, die diese Tele-Praxen regeln, können Ärzte über digitale Sprechstunden keine Medikamente verschreiben, sondern nur "Ratschläge" geben.

Das türkische Gesundheitsministerium arbeitet daher derzeit an der Festlegung des rechtlichen Rahmens für die telemedizinische Praxis. Die entsprechenden Gesetze werden laut der türkischen Tageszeitung Hürriyet voraussichtlich Anfang 2021 in Kraft treten. Die meisten Vorbereitungen für die rechtliche Infrastruktur seien laut der Tageszeitung bereits abgeschlossen.

Belastung für Krankenhäuser und medizinische Personal wird verringert

Nach vollständiger Implementierung werde die Telemedizin voraussichtlich die Belastung für Krankenhäuser und für das medizinische Personal verringern. Nach den ersten Konsultationen aus der Ferne könnten Ärzte die Patienten zu medizinischen Tests ins Krankenhaus einladen, wenn sie dies für erforderlich halten.

Türkische Bürger würden bereits großes Interesse an Telemedizin zeigen, insbesondere im Bereich der Psychologie, doch der Einsatz von Telemedizin in der Türkei beschränkt sich zurzeit auf die Überwachung von Corona-Patienten.

(gi)

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