Hürriyet

Türkei beginnt Untersuchung der WhatsApp-Datenerfassung

13.1.2021 16:34 Uhr

Die türkischen Wettbewerbsbehörden teilten am 11. Januar mit, dass man eine Untersuchung gegen WhatsApp und seinen Eigentümer Facebook eingeleitet habe. Grund ist, dass Facebook die Daten der Nutzer, einschließlich Telefonnummern und Standorte, sammelt.

Da WhatsApp viele Benutzer dazu verpflichtet, den neuen Datenschutzregeln zuzustimmen, sind viele türkische Benutzer auf andere Messenger umgestiegen, dazu haben sie auf Twitter den Hashtag #DeletingWhatsApp geteilt. Allein in der Türkei wurden an einem Tag über 100.000 Beiträge geteilt. Viele Nutzer sind nun auf lokale Instant-Messenger umgestiegen. Am beliebtesten sind BiP, Dedi, Signal und Telegram.

BiP hat 1,2 Millionen neue Nutzer

Präsident Erdogan rief seine Landsleute dazu auf, zu BiP oder Dedi zu wechseln, da andere ausländische Anbieter erhebliche Risiken bei der Datensicherheit bedeuten. Auch Behörden und andere Institutionen steigen auf BiP um. BiP allein hat in nur 24 Stunden 1,2 Millionen Nutzer gewonnen. Ebenfalls beliebt sind der amerikanische Messanger Signal und der in London ansässige Messenger Telegram. Für türkische Unternehmen ist auch ileti interessant, das von dem türkischen Verteidigungsunternehmen Havelsan entwickelt wurde.

Nach heftigen Protesten gab WhatsApp bekannt, dass Nutzer in der “Region Europa” nicht von dem Update betroffen sein würden und ihre Daten nicht an Facebook weitergegeben werden. Dies betrifft aber nur Länder innerhalb der EU. Damit sind Nutzer in der Türkei weiterhin gezwungen, dem Update zuzustimmen oder zu einem neuen Anbieter zu wechseln.

(an)

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