Hürriyet

Türkei baut dritte LNG-Anlage

10.10.2020 20:34 Uhr

Die Türkei plant, ihre Speicherkapazität für Flüssiggas (LNG) durch den Neubau einer dritten schwimmenden Regasifizerungseinheit (FSRU) in der Bucht von Saros nördlich der Gallipoli-Halbinsel bis 2021 zu erweitern. Das teilte der stellvertretende Minister für Energie, Alparslan Bayraktar, der Öffentlichkeit am 8. Oktober 2020 mit.

Bei einem Meeting der türkischen Akademie der Wirtschaft betonte er die Bedeutung von Erdgas für die Türkei.

Verbesserung der Infrastruktur

Die Türkei wollen dabei ihre Infrastruktur verbessern. Das Land betreibt schon zwei FSRUs - eines in der Nähe von Izmir (2016 fertiggestellt) und das zweite FSRU in Hatay-Dörtyol (2018 Inbetriebnahme). Das zweite FSRU hat eine Kapazität von 20 Millionen Kubikmetern.

Die Türkei hat im vergangenen Jahr 45,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas in einem Wert von 10,27 Milliarden Euro importiert.

Das meiste Gas aus Aserbaidschan

Um flexibler zu sein will die Türkei ihren Anteil an LNG von 28 Prozent auf 33 Prozent erhöhen, so das Energieministerium. Die wichtigsten LNG-Lieferanten sind Katar, die USA, Algerien, Nigeria, Kamerun und Ägypten. Von Januar bis Juni dieses Jahres gingen die Einfuhren um 3,5 Prozent auf 22,5 Milliarden Kubikmeter zurück. Gegenüber dem Vorjahresvormonat 2019 gingen die Erdgasimporte um 4,5 Prozent zurück.

Insgesamt war Aserbaidschan der größte Gaslieferant mit 1,09 Milliarden Kubikmeter der Türkei. Gefolgt von Russland mit 843 Millionen Kubikmeter und Iran mit 664 Millionen Kubikmeter. Dabei sind die Importe aus Russland und dem Iran rückläufig.

(an)

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