Hürriyet

Türkei: Archäologin Vuslat Müller-Karpe in Kayalipinar beerdigt

11.8.2020 14:55 Uhr

Die Archäologin Vuslat Müller-Karpe ist auf eigenen Wunsch in der 3800 Jahre alten, früheren hethitischen Stadt Kayalipinar, die in der zentralanatolischen Provinz Sivas liegt, begraben worden. Die ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Marburg war am 7. August in Deutschland an einem Herzinfarkt gestorben.

An der Beerdigung nahmen neben ihrem Mann Andreas Müller-Karpe, Familienangehörigen und Freuden auch der örtliche Gouverneur Furkan Atalik und der Direktor für Kultur und Tourismus der Provinz, Teoman Karaca, teil.

Leben der türkischen Archäologie gewidmet

In einem anschließenden Pressegespräch sagte Andreas Müller-Karpe, dass er seine Frau vor 41 Jahren in Hattusa, früher einmal Hauptstadt des Hethiter-Reiches, kennengelernt habe. Beide hätten ihre Leben der türkischen Archäologie gewidmet, betonte der leitende Professor der Universität Marburg.

Im Auftrag der Uni Marburg begannen Andreas Müller-Karpe und seinen Frau Vuslat 2005 mit den Ausgrabungen in Kayalipinar, die bis heute andauern. Mehrere hethische Bauten wurden dabei entdeckt und freigelegt. "Vuslat wollte in Samuha Kayalipinar (früherer Name der Ausgrabungsstätte, Anm. d. Red.) bleiben. Darum haben wir sie heute hier begraben“, sagte Müller-Karpe auf der Trauerfeier.

Wertvolle Reliefs im Museum zu sehen

Dank der nun schon 15 Jahre andauernden Ausgrabungen sind im Archäologiemuseum von Sivas wertvolle Reliefs mit Figuren hethitischer Gottheiten und Tafeln von hethitischen und assyrischen Handelskolonien ausgestellt.

(bl)

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