Hürriyet

Türkei: Arbeitszeitregelung und Kontrollen gegen zweite Corona-Welle

15.9.2020 9:54 Uhr

Um eine zweite Corona-Welle im kommenden Herbst in der Türkei zu verhindern, soll in der Metropole Istanbul ein flexibles Arbeitszeitmodell eingeführt werden und die landesweit bestehen Maßnahmen in Ballungszentren stärker kontrolliert werden. Darauf einigten sich Vertreter des Innen- und Gesundheitsministeriums nach einer längeren Beratung.

Laut eines Berichts der Tageszeitung "Hürriyet" geht die Regierung davon aus, dass in den nächsten Wochen die Corona-Zahlen in der Hauptstadt Ankara eher sinken werden, während sie in Istanbul und der Marmara-Region steigen.

Angestellte sollen zeitverzögert arbeiten

Um vor allem in Istanbul Menschenmassen in Bussen und Bahnen sowie auf der Straße zu entzerren, wird derzeit über Schichten in den Betrieben nachgedacht. Diese sollen zeitverzögert um jeweils eine Stunde zwischen 7 - 14 Uhr, 8 - 15 Uhr, 9 - 16 Uhr und 10 - 17 Uhr gelten. "Eine solche Regelung der Arbeitszeiten wird dazu beitragen, die Ansteckungsgefahr zu verringern", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Vor allem die Bosporusmetropole Istanbul mit den rund 16 Millionen Einwohnern steht bei den landesweiten Corona-Maßnahmen immer wieder im Fokus der türkischen Regierung. Seit Beginn der Pandemie im März sind dort weit über die Hälfte aller landesweiten Corona-Fälle aufgetreten.

(bl)

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