DHA

Türkei: Anstieg der Covid-19-Fälle während der Winterferien erwartet

25.1.2021 11:02 Uhr

Eine Zunahme der Intercity-Reisen in der laufenden dreiwöchigen Schulpause kann zu einem Anstieg der Covid-19-Fälle führen. Es wird ein ähnliches Szenario wie während Bayram im Sommer 2020 zu beobachten war, warnte Tevfik Özlü vom wissenschaftlichen Coronavirus-Beirat. Die Hotels in Skigebieten und Tourismus-Hotspots sind aktuell fast voll ausgelastet.

Özlü sprach am 23. Januar mit der Nachrichtenagentur Demirören (DHA) und rief die Bürger:innen dazu auf, nicht zu verreisen und daheim zu bleiben. "Häuser sind sicher. Bleibt in diesen Schulferien zu Hause." Die Auslastung der Hotels in Uludag, einem berühmten Wintersportzentrum in der nordwestlichen Provinz Bursa, stieg zu Beginn der Schulferien auf 90 Prozent. Ein Geschäftsinhaber in Uludag sagte über die Menschenmenge in den Skizentren: "Am 21. Januar waren rund 2500 Menschen gleichzeitig auf den Pisten."


Alle Skigebiete der Türkei massiv ausgebucht

Die Auslastung im Skigebiet Palandöken in der östlichen Provinz Erzurum liegt bei rund 70 Prozent. "Die Pisten sind voller Menschen", sagte ein Urlauber, der den Urlaub lieber im Skigebiet Ovacik in der östlichen Provinz Tunceli verbrachte. Ein ähnlicher Anstieg ist auch in anderen Tourismuszentren in der Nähe von Istanbul, Ankara und Izmir zu verzeichnen. Die Menschen strömten nach Kartepe in Kocaeli, einer benachbarten Provinz von Istanbul, da die Schneehöhe am Wochenende auf über einen Meter anstieg.


"Ja, wir sind müde und gelangweilt. Aber wir müssen zu Hause bleiben und die Pandemie stoppen", sagte Özlü und bemerkte das Risiko einer weiteren Welle von Infektionen mit dem Coronavirus. "Ähnlich wie bei den Covid-19-Fällen nach Bayram könnte es jetzt zu einer neuen Welle kommen", fügte er hinzu. Özlü stellte außerdem fest, dass die Zahl der Covid-19-Fälle in den USA, Russland, Indien, Brasilien und Europa trotz Beschränkungen, Maßnahmen und Sperren gestiegen sei. "Wir in der Türkei kommen in einem guten Tempo voran, aber es reicht immer noch nicht aus. Wir sind nicht an einem sicheren Punkt", sagte er. "Die Anzahl der Fälle ist aufgrund der Maßnahmen zurückgegangen", fügte er hinzu.


(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.