DHA

Türkei: Alanya erwartet mehr Touristen im August

27.6.2020 14:10 Uhr

Mit dem neuen Normalisierungsprozess in der Türkei beginnt sich der Tourismussektor dank des Inlandstourismus langsam wieder zu bewegen.

Ein Vorstandsmitglied der Stiftung für Tourismusförderung in Alanya, Mehmet D., äußert allerdings seine Sorge darüber, dass Menschen aus Europa und Russland ihre Urlaubstage wahrscheinlich bereits in Zeiten der Coronavirus-Pandemie genutzt haben, sodass sie im August nicht mehr in die Türkei reisen können.

Die Türkei habe bereits viele Corona-Maßnahmen in der Touristikbranche des Landes unternommen, um Sicherheit für Reisende zu gewähren: Insbesondere durch den Eintritt in den Normalisierungsprozess und dem eigens eingerichteten und TÜV-Süd geprüften Zertifikat für Gesunden Tourismus sollen alle Maßnahmen ergriffen werden, um eine Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden und den Urlaubern einen sorglosen Urlaub zu ermöglichen.

Tourismus in der Türkei in Gefahr

Das neuartige Coronavirus hat den Tourismus sowie viele andere Sektoren in der Türkei stark getroffen. Derzeit bemüht sich die türkische Regierung noch aktiv in Gesprächen mit mehreren Ländern - unter anderem auch Deutschland - um den Tourismus im Land wieder zu stärken. Laut Behördenangaben habe der Normalisierungsprozess bereits im ganzen Land begonnen, sodass sowohl die einzelnen Regionen als auch Einrichtungen auf Besucher vorbereitet seien.

Nichtdestotrotz gebe es derzeit keinen Zustrom von Gästen, insbesondere nicht aus dem europäischen Markt, da mehrere Länder wie Deutschland eine Reisewarnung verhängt hätten. Hinzu kommt die Einstufung durch das Robert-Koch-Institut als "Corona-Risikogebiet".

Obwohl es sich bei den Reisewarnungen nur um „Empfehlungen“ und nicht um Verbote handele, würden Menschen im Ausland dadurch stark beeinflusst werden. Daher würden sich der Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy, der Außenminister Mevlüt Cavusoglu sowie Mitglieder zahlreicher Behörden und Nichtregierungsorganisationen ernsthaft darum bemühen, den Warnungen entgegenzuwirken.

Enttäuscht über Entscheidungen in Deutschland

Das Vorstandsmitglied der Stiftung für Tourismusförderung von Alanya, Mehmet D., berichtet davon, dass die Geschehnisse in der Türkei auch im Ausland stark verfolgt werden würden. Er sei deshalb sehr traurig darüber, dass die Türkei bis zum 31. August mit einer Reisewarnung belegt wurde. Auch die Einführung der 14-tägigen Quarantäne, sieht Mehmet D. als traurig an, denn für ihn wirke es so, als ob die Regierung in Deutschland mit ihren Entscheidungen Reisen in die Türkei verhindern wollen würde.

Man hofft nun darauf, dass Deutschland diese Entscheidungen aufheben wird, denn die Bundesrepublik würde als Vorbild für die Entscheidungen anderer Länder dienen. Normalerweise kommen die meisten Touristen aus Deutschland, Niederlande und Russland in die Türkei.

Trotz dieser Enttäuschungen ist Mehmet D. allerdings davon überzeugt, dass die Türkei im kommenden Jahr dafür umso mehr Touristen willkommen heißen wird.

(gi)

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