imago images / Xinhua

Türkei: 93 Prozent der Corona-Opfer waren über 65 Jahre

6.6.2020 12:18 Uhr

In einer Videokonferenz mit den Botschaftern von 26 EU-Ländern verkündete der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca, dass 93 Prozent aller Todesfälle durch das Coronavirus 65 Jahre oder älter gewesen seien. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen im letzten Monat habe bei 74,6 Jahren gelegen.

Über 1000 Gesundheits-Touristen seit dem 28. Mai

Wie Dr. Koca weiterhin mitteilte, seien seit der Eröffnung des Gesundheitstourismus am 28. Mai über 1000 Touristen gekommen, um sich verschiedenen medizinischen Behandlungen zu unterziehen. Der Gesundheitstourismus ist in den letzten Jahren ein wichtiger Teil des Ganzen geworden. Wie aus der schriftlichen Erklärung des Gesundheitsministeriums hervorgeht, habe die Türkei im Jahr 2018 durch den Gesundheitstourismus 1,5 Milliarden Dollar eingenommen.

Zu Kooperationen im Gesundheitssektor bereit

Der Gesundheitsminister unterstrich im Gespräch mit den Botschaftern, dass die Türkei bereit für Kooperationen im Bereich des Gesundheitssektors sei. "Wie Sie alle wissen, ist das strategische Ziel der Türkei die Vollmitgliedschaft in der EU, nicht nur in den Bereichen der Politik und Wirtschaft, sondern auch im Gesundheitswesen."

Die Türkei verfüge über die Kapazitäten, mehr als 50.000 Menschen pro Tag auf das Coronavirus zu testen und habe bis zum heutigen Tag über 2,2 Millionen Tests durchgeführt.

Frühe Behandlung mildert den Verlauf

Dank der Methode, auf eine frühzeitige Behandlung zu setzen, sei der Prozentsatz von Patienten, die eine Lungenentzündung entwickelt hätten, von 60 Prozent auf drei Prozent gefallen. Auch ein Abfall der Todesfälle auf Intensivstationen von 58 Prozent auf sieben Prozent sei zu beobachten gewesen.

Ausgangssperre für über 65-Jährige

Die Ausgangssperre, die für Personen über 65 Jahren oder mit chronischen Vorerkrankungen frühzeitig verhängt wurde, habe sich als effektive Maßnahme dabei erwiesen, die Mortalitätsrate bei den älteren Bürgerinnen und Bürgern möglichst niedrig zu halten.

4000 Beatmungsgeräte ins Ausland versendet

Hinsichtlich der Unterstützung, die man für andere Länder geleistet habe, unterstrich Koca, dass die Türkei über 4000 überlebenswichtige Beatmungsgeräte ins Ausland gesendet habe.

Die Beatmungsgeräte seien in einer Zusammenarbeit der türkischen Firmen BIOSYS, Baykar, Arcelik und dem Rüstungsriesen Aselsan entwickelt und produziert worden.

(be)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.