Symbolbild: imago images/Mint Images

Lehrer streiken für mehr Geld

7.11.2019 7:16 Uhr

In Tschechien haben Lehrer mit einem eintägigen Streik für bessere Arbeitsbedingungen gekämpft. An fast 4000 Schulen sei der Unterricht am Mittwoch ganz oder teilweise ausgefallen, teilte der Gewerkschaftsverband CMOS mit. Die Arbeitnehmervertreter fordern zehn Prozent mehr Grundgehalt. Die Minderheitsregierung aus populistischer ANO und sozialdemokratischer CSSD hatte zuletzt ein Plus von acht Prozent angeboten und weitere Verhandlungen abgelehnt.

Die rund 150 000 Lehrerinnen und Lehrer in Tschechien verdienen nach offiziellen Angaben im Schnitt umgerechnet rund 1400 Euro im Monat. Unter den 36 OECD-Staaten liegt das Land damit am unteren Ende der Lohnskala, wie aus Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hervorgeht.

"Die Lehrer hatten im Leben noch nie so viel Geld"

Gewerkschaftschef Frantisek Dobsik kritisierte, dass einzelne Schulleiter Streikteilnehmern mit dem Entzug von Zulagen gedroht hätten. Ministerpräsident Andrej Babis hatte mit Unverständnis auf den angekündigten Warnstreik reagiert. "Die Lehrer hatten im Leben noch nie so viel Geld", sagte der Unternehmer und Multimilliardär im tschechischen Rundfunk.

(an/dpa)

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