imago/CTK Photo

Tschechien plant Kauf von 210 modernen Schützenpanzern

28.3.2019 22:17 Uhr

Nato-Mitglied Tschechien plant den Kauf von 210 neuen Schützenpanzern. Das Verteidigungsministerium hat vier Hersteller um Angebote gebeten, darunter auch die deutschen Firmen PSM mit dem Puma und Rheinmetall-Landsysteme mit dem Lynx, wie Zeitungen am Donnerstag in Prag berichteten.

Zu den Anforderungen zählen eine Maschinenkanone im Kaliber 30 Millimeter, Panzerabwehrraketen und Platz für eine mit elf Mann relativ große Besatzung. Eine Bedingung ist, dass 40 Prozent des Vertragswerts an tschechische Zulieferer wie den Staatsbetrieb VOP vergeben werden. Mit einem Auftragsvolumen von rund zwei Milliarden Euro ist es der größte Rüstungsauftrag in Tschechien seit Jahrzehnten.

Keine Fahrzeuge vergangener Schlachten

Die neuen Schützenpanzer sollen veraltete Fahrzeuge vom Typ BVP-2 ersetzen, die von 1987 bis 1989 in der damaligen Tschechoslowakei unter sowjetischer Lizenz hergestellt wurden. "Wir wollen kein Fahrzeug für vergangene Schlachten, sondern moderne und zuverlässige Technik, die mit den heutigen Anforderungen mitwachsen kann", sagte Generalstabschef Ales Opata.

Tschechien hatte vor wenigen Wochen seinen Nato-Beitritt vor 20 Jahren mit einem Festakt gefeiert. Zuletzt gab das Land rund 1,1 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus.

(an/dpa)