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Trumps Golan-Entscheidung abgelehnt

1.4.2019 1:10 Uhr

Die amerikanische Anerkennung der Golan-Höhen als Staatsgebiet als israelisches Staatsgebiet haben nun die arabischen Staats- und Regierungschefs einhellig zurückgewiesen. Saudi-Arabien lehne alle Maßnahmen entschieden ab, die die Souveränität Syriens berühren könnten, sagte der saudische König Salman am Sonntag beim Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Tunis.

Libanons Präsident Michel Aoun erklärte, die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zum Golan und die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt verstießen gegen internationale Resolutionen.

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Ghait, sagte: «Besatzung ist ein Verbrechen und sie zu legalisieren eine Sünde.» Einem Entwurf zufolge wollte das Staatenbündnis in einer Abschlusserklärung Trumps Golan-Entscheidung ebenfalls kritisieren.

Enge Beziehungen zwischen Kushner und Riad

Saudi-Arabien zählt in der arabischen Welt zu den wichtigsten Verbündeten der USA. Trump und sein Schwiegersohn Jared Kushner pflegen enge Beziehungen zum Königshaus in Riad.

Saudi-Arabiens Außenministerium sowie die anderen US-Verbündeten am Golf hatten bereits zuvor die Golan-Entscheidung des US-Präsidenten zurückgewiesen. Trump hatte am Montag eine Proklamation unterschrieben, mit der die USA die von Israel annektierten syrischen Golan-Höhen als Israels Staatsgebiet anerkennen.

Syrien selbst war bei dem Gipfeltreffen in Tunis nicht vertreten. Die Mitgliedschaft des Landes in der Arabischen Liga wurde 2011 aus Protest gegen das brutale Vorgehen der Regierung in Damaskus gegen Demonstrationen suspendiert. Zuletzt waren jedoch die Stimmen lauter geworden, die Syrien wieder aufnehmen wollen.

(an/dpa)