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Trump warnt Nordkorea via Twitter

8.12.2019 19:04 Uhr

Via Pjöngjang wurde verkündet, Nordkorea habe einen größeren Waffentest auf der umstrittenen Satelliten-Startbasis Sohae vorgenommen. Um was es sich dabei exakt gehandelt habe, wurde nicht bekannt und die Führung von Nordkorea hüllt sich diesbezüglich in Schweigen. Die Verkündung brachte jedoch den US-Präsidenten Donald Trump auf den Plan. Und über seinen bevorzugten Informationskanal Twitter ließ er die Welt und die nordkoreanische Führung wissen, dass feindselige Handlungen dazu führen könnten, dass Machthabe Kim Jong Un alles verlieren könne.

Kim Jong Un sei "zu schlau" für Feindseligkeiten, schrieb Trump auf Twitter. Er werde seine "besondere Beziehung zum Präsidenten der Vereinigten Staaten" nicht aufs Spiel setzen oder in die US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr eingreifen wollen. Trump fuhr fort, Nordkorea habe unter Kims Führung "enormes wirtschaftliches Potenzial". Dafür aber müsse es auf seine Atomwaffen verzichten.

Von der Anlage Sohae waren 2012 und 2016 Trägerraketen mit Satelliten gestartet. International wurden die Starts als verschleierte Tests ballistischer Raketen gewertet und scharf verurteilt. Noch im vergangenen Jahr hatte Kim bei einem Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In zugesagt, Sohae zu schließen. Stattdessen verkündete ein Sprecher der nordkoreanischen Akademie für Verteidigungswissenschaften nun einen erneuten "wichtigen Test", der Auswirkungen auf die "strategische Position" des Landes habe.

Nach einer gefährlichen Eskalation der Spannungen zwischen beiden Ländern hatten sich Trump und Kim im Juni 2018 zu einem historischen Gipfel in Singapur getroffen. Damals einigten sie sich im Grundsatz auf eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, ohne aber konkrete Schritte zu vereinbaren. Inzwischen liegen die Atomgespräche zwischen Washington und Pjöngjang wieder auf Eis, und Pjöngjang fordert von Washington Zugeständnisse bis Jahresende. UN-Diplomaten fürchten, das weltweit isolierte Land könnte seine Tests von Langstreckenraketen wieder aufnehmen, sollte es keine baldigen Fortschritte in den Gesprächen mit den USA geben.

(ce/afp)

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