imago/Zuma Press

Trump würdigt verstorbenen Bush

1.12.2018 7:46 Uhr

In einer Mitteilung des Weißen Hauses hat Präsident Trump seinen verstorbenen Vorgänger George H. W. Bush gewürdigt.

Durch seine Authentizität, seinen Witz und sein unerschütterliches Bekenntnis an Glaube, Familie und das Land habe er Generationen von Amerikanern zum öffentlichen Dienst inspiriert, hieß es in der Mitteilung des Weißen Hauses.

Bush habe immer einen Weg gefunden, die Messlatte höher zu setzen. Bei allem, was er vollbracht habe, sei er stets demütig geblieben. George H. W. Bush war im Alter von 94 Jahren gestorben.

Obama bestürzt

Der demokratische Ex-Präsident Barack Obama hat sich bestürzt gezeigt über den Tod von George H. W. Bush. Amerika habe einen "Patrioten und bescheidenen Diener" verloren, hieß es in einer Erklärung von Barack und Michelle Obama. "Während unsere Herzen heute schwer sind, sind sie auch voller Dankbarkeit."

Bush habe sein Leben einem Land gewidmet, das er geliebt habe. Er hinterlasse ein Vermächtnis, das niemals erreicht werden könne, "auch wenn er gewollt hätte, dass wir alle es versuchen."

Clinton dankbar

Der demokratische Ex-Präsident Bill Clinton hat die Freundschaft zu seinem verstorbenen Amtsvorgänger George H. W. Bush als eines der größten Geschenke seines Lebens bezeichnet. Dafür werde er immer dankbar sein, erklärte Clinton.

Von dem Moment an, als er Bush als junger Gouverneur getroffen habe, sei er von der Freundlichkeit beeindruckt gewesen, mit der Bush seiner Tochter Chelsea begegnete, von dem ihm eigenen und aufrichtigen Anstand und dessen Zuneigung zu seiner Ehefrau Barbara. Clinton erklärte weiter, er sei für jede Minute dankbar, die er mit Bush verbrachte.

Bush ein "Freund der Deutschen"

Die Bundesregierung hat den verstorbenen Ex-US-Präsidenten George H. W. Bush als "Freund der Deutschen" gewürdigt. "Seinen Beitrag zu unserer Wiedervereinigung werden wir nie vergessen", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag bei Twitter.

Ähnlich äußerte sich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Bush als "wahren Freund der Deutschen" bezeichnete. In einem Kondolenzschreiben an US-Präsident Donald Trump betonte Steinmeier, Bush habe einen der großen Umbrüche der Weltpolitik entscheidend geprägt. "Ohne das Vertrauen und die Freundschaft der Vereinigten Staaten und ihres Präsidenten wäre die deutsche Einheit nicht möglich gewesen." Deutschland werde Bush ein ehrendes Andenken bewahren.

May nennt Bush einen Friedensstifter

Die britische Premierministerin Theresa May und Ex-Premierminister Tony Blair würdigen Bush ebenfalls als Freund ihres Landes und als Friedensstifter. "Präsident Bush war ein echter Freund Großbritanniens und das zuverlässige Gegenüber und der Vertraute zweier Premierminister. Sein staatsmännisches Können, seine Weisheit und seine Freundschaft werden sehr vermisst werden", schrieb May auf Twitter.

"Präsident Bush war ein außergewöhnlicher Staatsdiener, ein Mann der sich seinem Land verschrieben hatte, den höchsten Werten, für die es steht und dafür, die Welt besser zu machen, stabiler und friedlicher", teilte Blair mit .Bush sei ein "großartiger Freund und Verbündeter gewesen" und habe "riesigen Einfluss auf die Entwicklung Europas nach dem Fall der Berliner Mauer" gehabt.

(be/dpa)