epa/Andy Rain

Trump trifft Merkel

5.6.2019 17:42 Uhr

Im Rahmen der D-Day-Feierlichkeiten haben sich Donald Trump und Angela Merkel im britischen Portsmouth getroffen. Nach Angaben eines deutschen Regierungssprechers dauerte die Unterredung etwa 20 Minuten lang, das Weiße Haus nannte dagegen eine Dauer von nur rund zehn Minuten.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte mit, Trump und Merkel hätten die aktuelle Situation in Libyen und die sich verschlechternde Lage in West-Afrika besprochen. Sie hätten sich darauf geeinigt, ihre Gespräche beim G20-Gipfel Ende des Monats im japanischen Osaka fortzusetzen.

John Bolton ist Dritter im Bunde

Bis zuletzt hatte es öffentlich Unklarheit gegeben, ob das Treffen zwischen Merkel und Trump in Portsmouth tatsächlich stattfinden würde. An der Unterredung nahmen auch Trumps Sicherheitsberater John Bolton und sein amtierender Stabschef Mick Mulvaney teil.

Merkel und Trump waren in der südenglischen Hafenstadt bei der Feier zum Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg. Auch die britische Königin Elizabeth II., Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May und Thronfolger Prinz Charles waren unter den Teilnehmern.

Merkel war in der vergangenen Woche in den USA gewesen, war dort aber nicht mit Trump zusammengekommen. Am vergangenen Donnerstag hielt die Kanzlerin eine Ansprache vor den Absolventen der US-Eliteuniversität Harvard in Cambridge bei Boston. In ihrer Ansprache grenzte sich Merkel scharf von der nationalistischen und protektionistischen Politik Trumps ab, ohne seinen Namen zu nennen.

(an/dpa)