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Trump im Nahost-Konflikt für "realistische Zwei-Staaten-Lösung"

28.1.2020 19:14 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat im neuen Nahost-Plan eine nach seinen Worten "realistische Zwei-Staaten-Lösung" vorgeschlagen. Jerusalem solle die "ungeteilte Hauptstadt" Israels sein, sagte Trump am Dienstag bei der Vorstellung des Plans im Weißen Haus an der Seite des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu.

Zugleich versprach er den Palästinensern für einen künftigen eigenen Staat eine Hauptstadt in Ost-Jerusalem sowie eine Verdoppelung ihres Territoriums. Es sei eine "historische Gelegenheit" und die vielleicht "letzte Chance" der Palästinenser auf einen eigenen Staat, sagte Trump. Die Palästinenser hätten das Recht auf ein "viel besseres Leben". Sie müssten sich aber vom Terrorismus lossagen."Heute geht Israel einen großen Schritt Richtung Frieden", sagte Trump. Netanjahu sprach von einem "realistischen Pfad hin zu dauerhaftem Frieden". Es sei ein "historischer Tag". Die Palästinenser haben den Plänen der US-Regierung allerdings bereits im Vorfeld eine klare Absage erteilt.

Netanjahu: Kein Recht auf Rückkehr nach Israel für palästinensische Flüchtlinge

Der US-Nahost-Plan sieht dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zufolge kein Rückkehrrecht nach Israel für palästinensische Flüchtlinge vor. Während seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Washington forderte Netanjahu die Palästinenser am Dienstag außerdem auf, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen. Er sei bereit, mit der Palästinenserführung über einen "Weg" zu einem künftigen palästinensischen Staat zu verhandeln, sagte Netanjahu weiter.

(be/afp)

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